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Designpreis für jungen Krefelder

Hochschule Niederrhein : Designpreis für jungen Krefelder

Hendrik van Amstel, er studiert an der Hochschule Niederrhein, gewinnt zusammen mit seinem Teamkollegen Daniel Azar der Düsseldorfer Agentur Havas den Young Lions Live Award.

Design umgibt uns, überall und dauernd fügt es sich in unser Leben. Manchmal ganz unscheinbar, wie etwa Geschirr. Kann aber auch Signale in sich tragen, die uns auf etwas Bestimmtes aufmerksam machen wollen. Manchmal bewirkt Design sogar war explizit Gutes. Eine solche Geschichte steckt hinter dem beachtlichen Preis, den nun ein Krefelder Design-Student im Team erringen konnte. Hier trifft sich beides, Praktisches mit eben jenen Signalen.

Hendrik van Amstel, er studiert an der Hochschule Niederrhein, gewinnt zusammen mit seinem Teamkollegen Daniel Azar der Düsseldorfer Agentur Havas den Young Lions Live Award. Mit ihrer Idee setzten sie sich immerhin gegen knapp 1000 Einreichungen beim international größten Nachwuchswettbewerb durch.

Designer-Duo erstellte Kampagne für eine Geschirrserie

Das Cannes Lions International Festival of Creativity sei der weltweit wichtigste Wettbewerb der Werbebranche, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule. An dem Format „Young Lions“ können kreative Köpfe bis 30 Jahre teilnehmen. Auftraggeber war in diesem Jahr das World Food Programme der Vereinten Nationen. Die Organisation versorgt über hundert Millionen hungerleidende Menschen mit Lebensmitteln.

Ein Drittel aller produzierten Lebensmittel landen indes im Müll. Die Aufgabe erforderte, Menschen mit einer kreativen Idee auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen und anzuregen, weniger Nahrung wegzuwerfen. Gleichzeitig sollte das World Food Programme mit einem bewussten Lebensmittelkonsum verknüpft werden.

„Gerade bei solchen Themen, die einen Teil zur Lösung eines Problems beitragen, macht es besonders Spaß, Ideen zu entwickeln. Man tut etwas wirklich im Kern Sinnvolles“, sagt Student Hendrik van Amstel. Das Designer-Duo erstellte eine Kampagne, in der das Einrichtungsunternehmen Ikea in Kooperation mit dem UN World Food Programme eine Geschirrserie herausbringt. Dabei fehlt jedem Teller ein Drittel der Fläche. Diese verdeutlicht die täglich verschwendete Essensmenge. Ein Drittel der Erlöse sollen an das World Food Programme gehen und somit hungerleidende Menschen unterstützen. Bei dem eingereichten Konzept handelt es sich um einen Vorschlag. „Natürlich würden wir uns aber freuen, wenn es das Geschirr-Set irgendwann zu kaufen gäbe“, sagt der 22-jährige Krefelder.

Wegen der Corona-Pandemie fand die Verkündung der Gewinner digital statt. Laki/Red

hs-niederrhein.de