Denkmal in Krefeld Das historische Stadtbad wird wieder betretbar

Krefeld · Das historische Stadtbad in Krefeld ist wieder offen: Unter dem Titel „Stadtbad Open“ sind diverse Aktionen geplant – auch Führungen durch das Gebäude.

Führungen durch das Stadtbad werden wieder möglich.

Führungen durch das Stadtbad werden wieder möglich.

Foto: Stadt Krefeld/Stadtarchiv

Die Aufbruchsstimmung rund um das Stadtbad ist deutlich spürbar – unter anderem, weil die Freischwimmer wieder mit festen Öffnungszeiten und besonderen Aktionen viele Menschen aufs Freibadgelände ziehen. Die Stadtverwaltung hat außerdem wichtige Meilensteinentscheidungen für die Entwicklung des Stadtbads in der Politik erzielt. Stadt und Freischwimmer laden nun unter dem Titel „Stadtbad Open“ vom 23. August bis zum 21. September zu vier Aktionswochen ein. Auch wenn das detaillierte Programm erst in den Sommerferien vorgestellt werden soll, wird jetzt schon klar: Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt für das Bad.

Erstmalig können Teilbereiche des Gebäudes wieder zugänglich gemacht werden. So wird der sogenannte „Wandelgang“ für Veranstaltungen geöffnet, und Führungen durch das Gebäude unter anderem in die beiden Schwimmhallen werden möglich. Hierfür habe das Zentrale Gebäudemanagement, vermeldet die Stadt, bauliche Maßnahmen zur Herstellung der Verkehrssicherheit und zum vorbeugenden Brandschutz durchgeführt.

Projektmanagerin Ruth Esser-Rehbein betont: „Wir haben zu unterschiedlichen Schwerpunkten Veranstaltungen geplant. Immer geht es darum, das Stadtbad zu öffnen und den Ort wieder erlebbar zu machen, Menschen an den Entwicklungen des Stadtbads zu beteiligen und gleichzeitig Krefelderinnen und Krefelder durch das Schaffen von neuen Erinnerungen an diesen besonderen Ort zu binden.“ In der besonderen Kulisse des Gebäudes plant das Organisationsteam Comedyevents, Lesungen, Theaterstücke und Workshops. „Dazu haben wir uns viele Kooperationspartner ins Boot geholt, denn es ist uns wichtig, eine breite Zielgruppe zu erreichen“, sagt die Projektmanagerin. Mit dabei sind zum Beispiel Kresch-Theater und Kulturbüro, das Niederrheinische Literaturhaus, die NS-Dokumentationsstelle, die Untere Denkmalbehörde und die Fachbereiche Stadtplanung, Migration und Integration, Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung sowie die Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit.

Die Freischwimmer nutzen ihre Öffnungszeiten, um weitere Formate durchzuführen: Sie öffnen in der Regel mittwochs, freitags, samstags und für besondere Veranstaltungen das Gelände. In diesem Jahr gibt es wieder den „Markt der Geschichten“, der bereits im vergangenen Jahr erfolgreich war. Neu ist die Aufführung „Send me Up“, im Freibad, von Anke Retzlaff, Peter F. Berndt und Dominik Temel. Weitere Veranstaltungen werden derzeit noch geplant.

„Es lohnt sich auf jeden Fall jetzt schon, sich den Tag des Denkmals‘ am 8. September im Kalender rot anzustreichen“, sagt Stadtplanerin Anna Knebel. „Unter der Überschrift ‚Das Stadtbad auf dem Weg zu einer neuen Identität‘ werden wir Experten aus der Region zu Besuch haben, um mit ihnen gemeinsam über die Entwicklung des Stadtbads zu sprechen.“

Teil der Aktionswochen auch das Vorhaben, Pläne für das Jugendkulturhaus im Stadtbad weiter mit Leben zu füllen. Die Stadt initiiert mit einem spezialisierten Büro diverse Beteiligungsformate. Schon jetzt ist eine Anmeldung für die Auftaktveranstaltung „Mehr Stadt zum Leben: Das Neue Stadtbad Neusser Straße“ (E11014) unter www.vhsprogramm.krefeld.de oder telefonisch unter 02151 862664 möglich. Red