Chöre wollen ein Feuer entzünden

Chöre wollen ein Feuer entzünden

Ende Juni findet in Krefeld das erste Gospelchor-Treffen der evangelischen Gemeinden statt. 300 Sänger haben sich angemeldet.

Krefeld. Kirchenmusik hat viele Farben: So lautet das Credo des Verbands für christliche Popularmusik in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Ende Juni wird es beim ersten Gospelchor-Treffen der EKiR in Krefeld musikalisch besonders bunt zugehen. „Gospelchöre boomen“, erklärt Elke Wisse vom Verband. „Und deshalb haben sich fast 300 Teilnehmer angemeldet.“

13 Chöre und etwa 20 einzelne Sänger werden am 28./29. Juni in den Krefelder Kirchen erwartet. Sie kommen aus Koblenz, den Rhein herunter aus Düsseldorf, von Mönchengladbach über Viersen bis Wesel. Drei Krefelder Chöre werden teilnehmen, es sind Voices and Joy, Living Voices und Rhein Voices.

Der musikalische Leiter des großen Sängertreffens dürfte die weiteste Anreise haben. Der schwedische Chorleiter Joakim Arenius wird mit den rheinischen Sängern in einem nicht öffentlichen Workshop am Freitagnachmittag und Samstagvormittag sechs bis sieben unbekannte Songs einstudieren.

Arenius hat sich bereits europaweit einen Namen in der Szene gemacht, er schreibt und komponiert selber Lieder, arrangiert andere Stücke. Für das Gospelchor-Treffen hat er den Song „On Fire“ geschrieben, der seine Uraufführung in Krefeld erleben und gleichzeitig das Motto des Abschlussgottesdienstes sein wird.

Europäischen Gospel mit einem starken skandinavischen Akzent, aber auch vielen Elementen aus dem Jazz und der Popmusik kann man erwarten. Als „Gospelchurch“ wird der ökumenische Gottesdienst „ein freies Format haben, das dem Musikstil angepasst ist“, sagt Elke Wisse, die selber einen Gospelchor in Düsseldorf leitet.

Mit Bedacht hat man für die Abschlussveranstaltung die Friedenskirche ausgewählt, weil man dort davon ausgehen kann, dass neben den 300 Chormitgliedern noch viele Liebhaber dieser Musik in den Raum passen. Rund 700 Gäste wünschen sich die Veranstalter. Es darf natürlich auch mitgesungen werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung