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Bandoneon in Krefeld: Bandoneon-Festival mit viel Piazzolla

Bandoneon in Krefeld : Bandoneon-Festival mit viel Piazzolla

So sehr das Bandoneon untrennbar zum Tango und zu Argentinien gehört, so gehört das Mitte des 19. Jahrhunderts von dem in der Seidenstadt lebenden Instrumentenhändler Heinrich Band erfundene Instrument auch zu der kulturellen Identität der Stadt Krefeld.

Dies spiegelt sich in den alle zwei Jahren stattfindenden Bandoneon-Festivals.

Diesmal gibt es auch ein
Konzert für Schulklassen

Ab dem 27. August bis zum 18. September feiert, organisiert vom Kulturbüro der Stadt Krefeld, die Stadt das inzwischen 15. Bandoneon-Festival mit einer bunten Auswahl an Konzerten. Darunter auch eine Neuerung, denn das Kulturbüro – so erklärt die Leiterin Gabriele König – möchte das Instrument auch jungen Krefeldern näherbringen. Dies gelingt auf unterschiedliche Weise. Eine Möglichkeit bietet ein besonderes Konzert für 3. und 4. Grundschulklassen mit dem Duo Fabián Carbone und Julia Jech, die nach ihrem „großen“ Konzert am 30. August, gerne noch eine Nacht länger in Krefeld bleiben und am 31. August vormittags für die Kinder spielen. Bei der Veranstaltung, die anlässlich seines 20-jährigen Bestehens vom Förderverein für das Kulturbüro unterstützt wird, können die jungen Menschen viel über das Instrument und seine Besonderheiten erfahren. Sowohl hörend als auch beobachtend. In Wort und Klang. Die Karten für das Konzert um 10 Uhr auf der Studiobühne II der Fabrik Heeder kosten pro Schüler 4,50 Euro – zwei Begleitpersonen pro Klasse haben freien Eintritt. Zuvor spielt das Duo eigene Arrangements und Interpretationen der Klassiker Astor Piazzollas (30. August, 20 Uhr).

Schon am 27. August um 20 Uhr eröffnet das Quinteto Ángel im Inge-Brand-Saal der Fabrik Heeder das Festival. Auf ihrem Programm neben dem Übervater des konzertanten Tango Nuevo, Piazzolla, stehen auch traditionelle Tangos, zu denen auch getanzt werden kann. So wird auch an diesem besonderen Abend zu einigen Stücken das Tanzpaar Andrea und Armin Arabi auftreten. Im Anschluss an das Konzert lädt der Förderverein für das Kulturbüro zu einem Geburtstags-Empfang. Dem Förderverein ist auch die 2020 erschienene Veröffentlichung „Heinrich Band. Bandoneon“ von Janine Krüger zu verdanken. Das reich illustrierte Buch widmet sich dem Instrument, schildert Geschichten und Geschichte des Bandoneons. Pünktlich zum Bandoneon-Festival, freut sich Gabriele König, erscheint auch eine spanischsprachige Ausgabe.

Am 3. September um 20 Uhr gibt es ein Konzert mit Omar Massa und Jerzy Chwastyk. Sie interpretieren neben Werken von Piazzolla – wie könnte es anders sein, denn immerhin wird Massa von manchen Musikkritikern als einer der würdigen Nachfolger von Piazzolla gehandelt – Musik aus der Barockzeit. Eine Besonderheit. Wie auch der Besuch zuvor durch den Bandoneonrestaurator Carsten Heveling, Bandoneon-Preisträger 2021. Konnte er letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich bei der Preisübergabe anwesend sein, so präsentiert er ab 19 Uhr vor dem Konzert sein umfangreiches Fachwissen über das Instrument.

Das Bandoneon-Festival besucht am 9. September den Rittersaal der Burg Linn. Ab 20 Uhr ist dort das Cuarteto Rotterdam zu erleben. Wie in der Ankündigung nachzulesen, „verspricht die Formation mit Bandoneon, Violine, Klavier und Kontrabass ein Klangerlebnis, welches sich zwischen Tradition und Moderne bewegt“. Martin de Ruiter und Beatriz Aguiar gastieren am 14. September, 20 Uhr, auf der Studiobühne II der Fabrik Heeder. Sie spielen klassischere Tangos wie „Volver“, aber auch neuere Kompositionen wie etwa Corazon al Sur“ von Blazquez, heißt es in der Ankündigung des Festivals.

Am 18. September sind Santiago Cimadevilla und Stephan Meyer in der Fabrik Heeder zu erleben. Ab 20 Uhr stehen neben Tangos auch andere Kompositionen auf dem Programm.

Der Vorverkauf zu dem Festival beginnt am 1. August ab acht Uhr. Für das Konzert für Schulklassen werden schon jetzt Reservierungen angenommen.

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