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Offene Tür: Angelika Express und Provinztheater spielen bei der Nacht der Bibliotheken

Offene Tür : Angelika Express und Provinztheater spielen bei der Nacht der Bibliotheken

Am Freitag, 10. März, treten Angelika Express, Provinztheater und Sophie in der Mediothek auf.

Krefeld. Auf Bob Dylan weist Evelyn Buchholtz, Chefin der Mediothek hin. Weil ein Musiker den Literaturnobelpreis bekam, darf die Krefelder Mediothek ihre „Nacht der Bibliotheken“ am Freitag, 10. März, auch mit einem reinen Musikprogramm gestalten. Als „Place to be“ präsentieren sich an jenem Abend 200 NRW-Bibliotheken. Das tun sie schon seit 2005 alle zwei Jahre. In diesem Jahr hat das Europäische Parlament die Schirmherrschaft übernommen. „Die Krefelder können ihre Mediathek mal anders kennenlernen“, sagt Buchholtz, die mit ihren Kolleginnen Kristine Günther und Sabine Simonsmeier das Programm zusammengestellt hat.

Diverse Top-Acts sind versprochen, und los geht es um 20 Uhr mit Angelika Express, einer fünfköpfigen Band, die als „querulante Livegranaten“ unterwegs ist. Über Alkohol und Trinken erzählen ihre eingängigen deutschsprachigen Songs. Als Besonderheit kündet Kristine Günther an: „Alle Angelikas haben freien Eintritt.“ Der kostet sonst für den ganzen Abend zehn, ermäßigt acht Euro.

Etwas besinnlichere Atmosphäre verbreitet Sophie. Sie tritt ab 21.30 Uhr auf. Die 20-jährige Sängerin hat bereits drei Alben veröffentlicht, mit weicher Stimme singt sie selbstkomponierte englische Songs zur Gitarre in einer Mischung aus Folk, Pop und Blues. „Das ist eigentlich unspektakulär“, sagt Evelyn Buchholtz und erinnert sich aber noch gut an das Konzert 2016 in der Mediothek, das sie als „einmalig“ in Erinnerung hat.

Musik fürs Volk macht das Provinztheater. Die Krefelder Band — sie ist für 22 Uhr angesagt — steht für Rumpelpolka und Kartoffelrock. Sieben Männer sind es, die unter anderem Kuhglocken läuten und die Stromgitarre jaulen lassen. Mit poetischer Kraft und großem Bummsfallara sollen sie ihre Musik direkt in die Herzen und Füße des Publikums schicken. Das haben die Krefelder schon beim Folklorefest an der Alten Kirche erlebt.

Natürlich darf bei einem solchen Event im Haus der Bücher auch getanzt werden. Das ganze Haus steht dazu offen, die Etagen sind aber nicht über die Rampen zu erreichen, sondern nur übers Treppenhaus. Zuviel Material ist schon aufgebaut für den nächsten Abend, wenn die Mediothek Gastgeber beim Theaterball ist.

Ein besonderes Angebot ist die Möglichkeit, am Freitagnachmittag ab 16.30 beim öffentlichen — kostenfreien — Soundcheck dabei zu sein. Mit dem Ende des Abends wird um 23 Uhr begonnen, spätestens um Mitternacht soll das Publikum das Haus verlassen haben.

Bis dahin, so hofft Evelyn Buchholtz, ist das Ziel erreicht, das man sich von der Veranstaltung erhofft: „Die Mediothek wird auch weiterhin ein Platz zum Treffen, Träumen und Lernen sein.“ Und wer das mit dem Lernen ernst nimmt, darf auch in den Musik- und Tanzpausen mal in den Büchern stöbern.

Zum Entleihen ist ein Wiederkommen nötig, nur nicht am folgenden Samstag, dann bleibt die Mediothek nach der langen Nacht und zur Vorbereitung auf den Theaterball geschlossen.