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Festival: Kultur findet Stadt(t) bietet Musik und Kofferkunst

Festival : Kultur findet Stadt(t) bietet Musik und Kofferkunst

Die siebte Ausgabe des Festivals lockt am 9. und 10. Juni mit einem abwechslungsreichen Programm in die City.

Krefeld. Ulrike Meyerhöfer-Wolf hat ein Herz für die schönen kleinen Dinge und mit einer Idee dazu spazierte sie bei Ulrich Cloos schnurstracks durch eine offene Tür. Überraschend schnell für sie war das Wichtigste geklärt und nun freuen sich die beiden über eine Premiere bei der diesjährigen Ausgabe von Kultur findet Stadt(t). „Es gibt so viele kreative Menschen, die im Verborgenen arbeiten und in kleinen Formaten“, sagt sie. Ihnen möchte sie ein Publikum geben. Der Ort dafür wird der 1. Krefelder Koffermarkt am Behnisch-Haus sein. „Sie bringen ihre Arbeiten im Koffer mit und verkaufen sie aus dem Koffer heraus.“ Das Stadtmarketing wird schon noch für die etwa 50 Teilnehmer Tische und Sonnenschirme zur Verfügung stellen. Meyerhöfer-Wolf plant bereits weiter mit Cloos. „In den Niederlanden haben vor allem Handarbeiten einen anderen Stellenwert“, sagt sie. Vielleicht wird es schon im nächsten Jahr neben Kreativem aus Krefelder Koffern Vergleichbares aus der Partnerstadt Venlo in einer Gemeinschaftsaktion geben.

Natürlich wird am 10. Juni nicht der traditionelle Kreativ- und Kulturmarkt mit 86 Teilnehmern auf der Rheinstraße und der Königstraße fehlen. In der Mennonitenkirche an der Königstraße geht es um Wort und Musik. Unterhaltsam wird Jennifer Morscheiser, die Leiterin des Museums Burg Linn, die große Weltgeschichte in eine Beziehung zu Krefeld bringen. Johannes Floehr, Emma Joerges und Matthias Schamp werden eine Lesung zu „Spuren der Zukunft“ halten. Zitate daraus sind dann wieder Grundlage für künstlerische Aktionen an „legalen“ Wänden, so Cloos. Auf dem Neumarkt werden sechs Künstler diese Inhalte in bildnerische Kunst umsetzen.

Eine große Rolle spielt das Krefelder Musikleben bei der 7. Ausgabe des Kulturfestivals. Ralph Schürmanns, Leiter der Krefelder Musikschule, betont, dass aus seinem Haus 600 Beteiligte in insgesamt 52 Ensembles und zahllose Solisten sowie 29 Lehrer mitwirken und natürlich die Vorbereitungen gestemmt haben.

„So wie sich das Konzept von Kultur findet Stadt(t) weiterentwickelt hat, so auch das der Musikschule. Fünf Rock- und Start up-Bands treten auf, die Musicaltruppe ist natürlich da bei. Wir bieten Sinfonisches bis zu den Klassikern der Rockmusik.“ Auf die Pink Floyd Performance am Samstag ab 21.30 Uhr scheint er sich besonders zu freuen.

Mit der Vorbereitung des Festivals ist Organisator Cloos zufrieden. Es gehe nicht darum, „ein austauschbares Entertainment von außen einzukaufen“, sondern die vielschichtige Kulturszene von Krefeld zu präsentieren.