Investitionen der Wohnstätte Neuer Wohnraum für Krefeld

Krefeld · Es ist ein Jahr, in dem die Wohnstätte auf einen Schlag besonders viele Wohnungen fertigstellen wird. Die Arbeiten am Ostwall-Quartier werden in Kürze abgeschlossen werden.

 Im zweiten Bauabschnitt sind seit Ende 2018 sechs Häuser mit 57 Wohneinheiten an der Herbertzstraße entstanden.

Im zweiten Bauabschnitt sind seit Ende 2018 sechs Häuser mit 57 Wohneinheiten an der Herbertzstraße entstanden.

Foto: Wohnstätte

Es ist ein Jahr, in dem die Wohnstätte (WKR) auf einen Schlag besonders viele Wohnungen fertigstellen wird. „Die Nachfrage ist da. Aktuell haben wir einen marktbedingten Leerstand von unter einem Prozent“, sagt Wohnstätte-Vorstand Thomas Siegert. Die Wohnstätte, Krefelds größtes Wohnungsunternehmen, hat dabei einen besonderen Fokus auf öffentlich geförderten Wohnraum. „Wir setzen immer auf eine Mischung aus öffentlich geförderten Wohnungen, Eigentum und Vermietungen“, so Siegert. Das sei auch vom Land Nordrhein-Westfalen als Bewilligungsbehörde so gewünscht.

Derzeit gebe es eine besonders hohe Nachfrage nach eher kleinen oder richtig großen Wohnungen für Familien mit Kindern. Dabei seien die Mieten in Krefeld eher „moderat“. Bei der Wohnstätte lag die Durchschnittsmiete Ende 2019 bei 5,70 Euro pro Quadratmeter kalt. „80 Prozent unseres Bestandes haben Kaltmieten von unter sechs Euro.“ Siegert weist aber darauf hin, dass noch einmal zwischen 3,50 und 3,70 Euro als Nebenkosten dazukommen. Im frei finanzierten Wohnungsbau der Wohnstätte liegen die Mieten derzeit bei etwa neun Euro kalt. Bei 3000 Euro Investitionskosten pro Quadratmeter müssen laut Siegert die Projekte mit einer Laufzeit von 30 Jahren kalkuliert werden. Der Auftrag der Wohnstätte sei aber, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. 45 Millionen Euro investiert das städtische Unternehmen pro Jahr: rund zwölf Millionen Euro in Instandhaltung, bis zu sieben Millionen Euro in Sanierung und bis zu 30 Millionen Euro in neuen Wohnraum.

Ein Überblick über aktuelle und geplant Projekte.

Herbertzstraße, Oppum

Im zweiten Bauabschnitt sind seit Ende 2018 sechs Häuser mit 57 Wohneinheiten entstanden – 43 davon öffentlich gefördert. Noch im Sommer sollen die Mieter einziehen. 14 Millionen Euro hat die Wohnstätte dort investiert.

Neue Flur, Oppum

2017 war dort das erste von vier Mehrfamilienhäusern mit je acht öffentlich geförderten Wohnungen fertiggestellt worden. Nun sind die Mieter in die 24 weiteren Wohnungen gerade eingezogen.

Werkstättenstraße, Oppum

Zwischen Werkstättenstraße, Kuhleshütte und Schmiedestraße plant die WKR eine Neubebauung und Nachverdichtung der rückwärtigen Flächen an der Werkstättenstraße 10. Das Bebauungskonzept sieht vor, auf der Fläche hinter dem neuen Lebenshilfe-Gebäude sechs, jeweils zweigeschossige Reihenhäuser für Familien mit Kindern zu bauen. Die Reihenhäuser sollen mit öffentlichen Mitteln  gefördert werden und im Bestand der WKR bleiben.

Tilsiter Straße, Linn

Vier Mehrfamilienhäuser mit 38 öffentlich geförderten Wohnungen sind dort entstanden. Zwei Häuser wurden im Juni bezogen, zwei werden im September bezugsfertig. Acht Millionen Euro wurden investiert.

Linn-Bogen, Linn

Gegenüber der Tilsiter Straße wird aktuell das Projekt „Linn-Bogen“ mit voraussichtlich 44 öffentlich geförderten Wohnungen entwickelt. Der Förderantrag mit einem Volumen von rund 6,7 Millionen Euro soll im dritten Quartal gestellt werden.

Ostwall Quartier

Das Ostwall Quartier direkt neben der neuen Zentrale der WKR in der Innenstadt verbindet Ostwall und Petersstraße miteinander. Gastronomie, Büros, Praxen, Wohnungen und Penthäuser sind dort entstanden. Im Laufe des Sommers sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Ein gastronomischer Ankermieter ist das „Papas“ mit italienischer Küche, das bald eröffnen will. Der Vertrag mit einem weiteren Gastronomie-Mieter soll in wenigen Wochen unterzeichnet werden, sagt Siegert. Einen Namen will er noch nicht nennen, es handele sich aber nicht „um Systemgastronomie“. Nach Einschätzung des WKR-Vorstandes tut sich Systemgastronomie schwer mit Krefeld. Das zeigt sich auch gegenüber am Behnischhaus. Die Ladenlokale von Vapiano und Bar Celona stehen seit längerem leer. Ein neues Konzept für dieses Haus will der Investor wohl in den nächsten Wochen der Stadt präsentieren.

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