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Krefelder Volksbank: Online-Banking setzt sich immer mehr durch

Geld und Anlage : Kunden nutzen immer mehr Online-Banking

Wachstum in vielen Bereichen beschert der Volksbank ein gutes Geschäftsergebnis 2019.

Zeitgeist und effektiver Umgang mit Geldanlagen setzen sich immer mehr bei den Kunden der Volksbank Krefeld durch. Sie kehren klassischen Sparformen wie Sparbuch und Tagesgeld den Rücken, überweisen lieber online statt auf Vordruck und schauen bei Kapitalanlagen genau drauf, ob ihr Geld in soziale und nachhaltige Projekte fließt. Das berichtet der Vorstandsvorsitzende Stefan Rinsch anlässlich der Präsentation der Geschäftszahlen für das Jahr 2019.

„Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt Rinsch und berichtet von einem Wachstum in fast allen Bereichen (siehe Kasten). Unter dem Strich beschert das dem Haus mit Hauptsitz am Dionysiusplatz eine im Vergleich zum Vorjahr um 82 Millionen Euro gestiegene Bilanzsumme auf die Summe von 1,979 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr wolle man die Schallgrenze knacken. Rinsch: „Das heben wir uns für das Jahr 2020 auf.“

Zu diesem Ergebnis passt, dass auch die Zahl der Mitglieder erneut gestiegen ist und mittlerweile auf 42 752 (2009 waren es noch 37 401) angewachsen ist. Und unter denen nimmt weiter ein Wandel seinen Lauf, den der Vorstand des Hauses nicht ungern sieht. „Die Nachfrage nach Serviceleistungen nimmt ab, aber die Nachfrage nach qualifizierter Beratung steigt“, sagt Wilhelm Struck. Konkret bedeutet das bei 2,2 Millionen Überweisungen pro Jahr, dass mittlerweile 1,7 Millionen per PC, Laptop oder Smartphone getätigt werden. Nur noch 300 000 Vorgänge wurden auf Papier per klassischem Vordruck eingereicht. Und das bedeutet auch, dass die Mitarbeiterzahl weiter abnimmt. 319 sind es insgesamt in der Volksbank, 20 weniger als im Jahr 2017.

Festhalten möchte das Geldinstitut aber an den 18 Filialen. „Die Nähe zu den Kunden ist für uns als Genossenschaftsbank immer wichtiger“, sagt Rinsch. Insbesondere fundierte Beratung sei gefragt, auch anlässlich der weiterhin niedrigen Zinsen, die der Vorstandschef für Sparer als „zutiefst unsozial“ empfindet. Eine Altersvorsorge sei kaum noch möglich. Dennoch würden sich gerade auch viele ältere Menschen mit dem Thema Geldanlage auseinandersetzen. „Die Bereitschaft, sich mit anderen Anlageformen zu beschäftigen, wird immer größer.“ Vorstandsmitglied Christoph Gommans ergänzt: „Es gehen zunehmend Kunden mit kleinerem Geldbeutel ins Wertpapiergeschäft.“ Um das Risiko abzufedern, sei die Mischung wichtig. Laien als Kunden rate man davon ab, nur auf Aktien zu setzen.

Die Eigenheim-Finanzierung
läuft weiterhin sehr gut

Ein Klassiker, der trotz immens gestiegener Immobilienpreise und Baukosten aufgrund der niedrigen Zinsen immer noch gut läuft, ist die Eigenheim-Finanzierung: 715 Verträge mit einem Gesamtvolumen von 175 Millionen Euro wurden bei der Volksbank im vergangenen Jahr abgeschlossen.

„Viel Nachholbedarf“ sehen die Experten der Genossenschaftsbank bei nachhaltigen Kapitalanlagen. „Wir nehmen wahr, dass unsere Kunden sich immer mehr mit dem Thema auseinandersetzen.“ Die Anlage in Fonds der hauseigenen Investmentgesellschaft werde demnach genau danach unter die Lupe genommen, ob das Geld in sozial und nachhaltig operierende Unternehmen fließe. Der Turnschuhhersteller, der auf recycelbaren Kunststoff setze, habe demnach künftig die besseren Karten.