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Krefelder: Verberger Kinderprinzenpaar wurde online inthronisiert

Karneval : Das Verberger Kinderprinzenpaar wurde online inthronisiert

Felix I. und Caroline I. brachten ihre närrische Fangemeinde mit einem Online-Programm zum Schmunzeln.

Geht nicht, gibt’s nicht, bei der Karnevalsgesellschaft (KG) Verberg. So haben Felix I. und Caroline I. mit ihrer närrischen Fangemeinde die wahrscheinlich einzige Online-Inthronisierung in Krefeld erfahren und sind in dieser von der Corona-Pandemie geprägten Session in Amt und Würden in Sachen Karneval. Dafür hat Prinzessinnen-Vater Ulrich Küsters den hauseigenen Keller komplett in ein Aufnahmestudio umgestaltet. „Über 100 Mitglieder und Freunde der KG Verberg haben jetzt vor den Rechnern zu Hause, also völlig coronagerecht und trotzdem gemeinsam, die Inthronisierung von Felix I. und Caroline I. mitverfolgt und gefeiert“, berichtet Pressereferentin Regina Krawinkel. „Für die Übertragung hatten wir einige Überraschungen parat, die für viel Freude gesorgt haben.“

Felix I. Fischer und Caroline I. Küsters sind seien „richtig glücklich“ inthronisiert zu sein und nun ihre Ornate samt Kappe, Federn und Krönchen tragen zu dürfen. Obwohl sich die Prinzessin vor dem Gespräch schlimm den Finger gequetscht hatte, steckte sie die Schmerzen profihaft weg. Beide Kinder sind zehn Jahre alt und kennen sich seit dem Kindergarten. Jetzt besuchen sie zwei fünfte Klassen an der bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule.

Als ihn die Prinzessin gefragt hat, ob er ihr Prinz im Karneval sein wolle, habe er „sofort zugestimmt“, erzählt Felix. „Das ist etwas Neues, das macht nicht jeder“, sagt er. „Karneval ist witzig, ich verkleide mich gerne. Jetzt freue ich mich, auf dem Wagen im Zug mitfahren zu dürfen.“ Da kommt die Verberger Regel, nur alle zwei Jahre zu ziehen, gut. Denn jetzt, im Corona-Jahr, ist Pause. Dennoch werden ihre Teilnahmen am Rosenmontagszug in der City und in Stahldorf ausfallen, da die Züge nicht stattfinden. Außerdem sind rund 60 Auftritte in dieser Session gestrichen. Da hoffen sie dann auf die nächste närrische Zeit.

Was ihre Online-Inthronisation angeht, berichtet Krawinkel: „Schon eine Woche vorher begann die Vorfreude in über 40 Haushalten. Große Umschläge waren bei den Mitgliedern von Vorstand und erweitertem Vorstand, den Trainerinnen und Verwandten angekommen. Sie mussten bis zur Inthronisierung geschlossen bleiben. Die Kinder hatten schnell ertastet, dass sich wahrscheinlich der neue Sessions-Orden darin befinden könnte, aber sehen konnte ihn keiner.“

Präsident Friedhelm Dill begrüßte dann das Ex-Kinderprinzenpaar Till und Lia und das neue Paar Felix und Caroline und das Publikum. Das offizielle Programm begann. Alle konnten zuschauen, als die neu eingekleideten Tollitäten im blau-weiß dekorierten heimischen Filmstudio den allerersten Orden an ihre Vorgänger „übergaben“, sprich: als diese ihren Umschlag öffneten.

Das Sessionsmotto der Verberger Kinderprinzen lautet: „Im Himmel ist die Hölle los“. Es gibt dazu passende Orden mit Regenbogen und Maske tragendem Teufel, sondern auch eine blaue Alltagsmaske mit aufgedrucktem Orden. Nach einer kurzen ersten Rede im Ornat unterhielten Prinz und Prinzessin ihr Publikum mit ihrem Sessionslied „Wenn nicht jetzt, wann dann?“. Die Regierungserklärung der beiden, inklusive der Forderung der Prinzessin nach türkis-glitzerndem Desinfektionsmittel und dem neuen Unterrichtsfach „Gardetanz“, sowie dem Vorschlag des Prinzen, rund um Verberg einen Corona-konformen Eislaufparcours inklusive kontaktlosem Kakaospender einzurichten, sorgte für Schmunzeln vor den Bildschirmen.