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Krefelder Liebfrauenkirche: Gericht verurteilt Kircheneinbrecher zu Haftstrafen

Krefelder Liebfrauenkirche : Haftstrafen für Einbruch in Kirche

Im November haben zwei Männer ein Kirchfenster eingeschlagen, um in die Liebfrauenkirche einzudringen. Jetzt sind zwei Haftstrafen gefallen - eine dritte Angeklagte kommt glimpflich davon.

Zwei 37-jährige Männer, einer ohne festen Wohnsitz in Deutschland und einer aus Düsseldorf, waren am 11. November in die Krefelder Liebfrauenkirche eingebrochen. Als ein Zeuge die Polizei rief, versteckten sich die Einbrecher in einem Gewänderschrank in der Sakristei. Das half ihnen aber nichts. Die Polizei fand sie und steckte sie in Untersuchungshaft. Am Donnerstag wurden sie vom Amtsgericht jeweils zu siebenmonatigen Gefängnisstrafen verurteilt.

Gegen 22.10 Uhr sollen die beiden Angeklagten eine Fensterscheibe der Liebfrauen-Kirche am von-Itter-Platz eingeschlagen haben und so in das Innere der Kirche gelangt sein, um dort nach Stehlenswertem zu suchen. Währenddessen soll eine 34-jährige Kölnerin in einem abfahrbereiten Fluchtauto vor dem Gotteshaus gewartet haben.

Da aber das Klirren der zerschlagenen Fensterscheibe so laut war, konnten die beiden Angeklagten nichts weiter als einen Schlüsselbund an sich nehmen, bevor die Polizei eintraf. Während die beiden männlichen Angeklagten ins Gefängnis müssen, wegen ihrer Vorstrafen ohne Bewährung, wurde die Angeklagte freigesprochen.

Die beiden Verurteilten hatten behauptet, dass der Entschluss zum Einbruch in die Kirche spontan gewesen sei. Davon hätte die Frau nichts gewusst. Man habe ihr lediglich gesagt, die solle kurz halten und warten, sie habe nicht gewusst weshalb. Ihr konnte nicht nachgewiesen werden, dass sie von der Tat wusste. Für die beiden anderen Angeklagten wurden sieben bzw. elf Monate beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(sp)