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Krefelder können am neuen Mobilitätskonzept mitwirken

Mobilitätskonzept : Mehr Raum in der Stadt für Fußgänger und Radfahrer

Krefelder beteiligen sich rege im Internet an der Mobilitätsbefragung. Am Freitag ist die letzte Gelegenheit dazu.

Freitag ist der letzte Tag, an dem sich Krefelder auf der Internetseite krefeld-bewegen.de mit ihren Ideen zum neuen Mobilitätskonzept für die Stadt äußern können. So soll ein Leitbild für die zukünftige verkehrliche Entwicklung der Stadt erarbeitet werden. Der erste Schritt dazu ist die Online-Befragung. Dem folgt am 18. Mai eine Ideenwerkstatt zum Leitbild, zu Zielen und Handlungsfeldern. 484 Meinungen, 1322 Bewertungen und 414 Kommentare sind bislang online eingegangen. Die Themen, die die Teilnehmer am stärksten beschäftigen, sind die Erreichbarkeit der Stadtteile und Innenstadt sowie der lebenswerte Straßenraum.

In sechs Dialogräumen zu unterschiedlichen Themen können sich die Bürger beteiligen. Neben den beiden am stärksten nachgefragten Themen sind das noch „umweltverträglicher Verkehr und Klimaschutz“, „Verkehr in die Region und aus der Region“, „Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer“ und „Neue Mobilitätsformen und Technologien (Digitalisierung)“. Obwohl das letzte Thema die Krefelder bislang am wenigsten anspricht, werden neue Mobilitätsformen und Technologien unweigerlich kommen. Car-Sharing-Modelle, Fahrradverleihsysteme und intermodale Mobilitätsangebote mit digitalen Steuerungsmöglichkeiten gibt es schon heute, sie werden aber noch stark zunehmen in der Zukunft. Dadurch wird sich auch das Verkehrsaufkommen verändern. Eine Überlegung, die vor allem die Stadt- und Verkehrsplaner berücksichtigen müssen.

Seit Jahren schon investiert die Stadt Krefeld in die „Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer“, der Rückgang der Unfallzahlen spricht für sich. Dennoch gibt es Verbesserungspotenzial. Im Jahr 2017 ereigneten sich auf Krefelds Straßen 8485 Unfälle, bei denen insgesamt 841 Menschen verletzt wurden. „Warteflächen an Radfahrer-Überwegen auf Mittelstreifen von Schnellstraßen und vielbefahrenen Straßen sollten so dimensioniert sein, dass zumindest ein normales Fahrrad dort ausreichend Platz hat“, lautet eine Forderung eines Teilnehmers mit dem Namen Sankt Florian.

Beim Thema Erreichbarkeit der Stadtteile und der Innenstadt sind die Meinungen am vielfältigsten. Barrierefreie Geschäfte werden ebenso gewünscht wie „aktualisierte Einspeisungen für Navigationsgeräte, die Modernisierung und der Ausbau von Fahrradachsen bis hin zur autofreien Innenstadt“. Fußgänger wie Fahrradfahrer wünschen sich mehr Raum in der Stadt.

„Die Resonanz ist sehr erfreulich. Es sind viele Meinungen eingegangen, denen zum Teil zugestimmt wird oder die diskutiert werden“, sagt Martina Foltys-Banning aus dem Mobilitätsmanagement des Fachbereichs Stadt- und Verkehrsplanung. Vor gut zwei Jahren hatte der Bauausschuss die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes beschlossen, um die Ergebnisse der bereits vorliegenden Parkraumkonzeption für die Innenstadt abzugleichen – mit der Vorgabe, strategische Ziele und Handlungsfelder zu erarbeiten sowie Maßnahmen und Handlungskonzepte für die gesamte Stadt zu entwickeln.