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Krefelder Klinikpersonal wird ab Montag geimpft - Kitas sind beansprucht

Impfstoff-Lieferungen stehen fest : Krefelder Klinikpersonal wird ab Montag geimpft - Kitas sind beansprucht

Bisher sind rund 1.500 Menschen in Krefeld gegen das Corona-Virus geimpft worden - nun kommt auch das Klinikpersonal dazu. Der Impfstoff-Nachschub für Krefeld steht fest.

Bis zum Ende der vergangenen Woche sind in Krefeld mehr als 1.500 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das hat die Stadt am Montag mitgeteilt. Die mobilen Impfteams haben bereits ein gutes Dutzend Seniorenheime besucht und diejenigen Bewohner und Mitarbeiter mit Impfungen versorgt, die zuvor zugestimmt haben.

Wie Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen berichtete, sollen am Montag auch die Impfungen für das Personal in Krankenhäusern beginnen. Auch die zweite Impfdosis für die bereits geimpften Menschen soll ab sofort verabreicht werden. „Wir liegen damit in der Zeitschiene, die wir uns vorgenommen haben“, betonte Lauxen. Ab Anfang Februar soll Krefeld pro Woche 950 Impfdosen für Menschen ab 80 Jahre und 230 Impfdosen für Mitarbeitende im Rettungsdienst und in der ambulanten Pflege erhalten. Mit zwei separaten Impfstraßen soll das Impfzentrum dann seinen Betrieb aufnehmen.

Sorgen bereitet den Verantwortlichen die derzeitige Lage in den Kitas. Laut Stadtdirektor Markus Schön sind die städtischen Kitas zu 30 Prozent ausgelastet, die konfessionellen Einrichtungen sogar zu 40 Prozent. „Die Quoten sind zu hoch. Sie sind nicht in Relation zu bringen mit den dringenden Appellen, die Kinder zu Hause zu lassen“, sagte Schön. Über den Städtetag möchte er die Landesregierung auffordern, die Organisation des Kitabetriebs zu überdenken. „Es ist völlig unstrittig, dass eine alleinerziehende Krankenschwester oder Eltern, die im Einzelhandel arbeiten, ihr Kind in die Kita geben müssen. Aber allen Eltern grundsätzlich die Wahlfreiheit zu überlassen, halte ich für fragwürdig“, erklärte Schön. Als unproblematisch sieht er die Lage an den Schulen: Hier gebe es sehr niedrige Betreuungsquoten – zehn Prozent an Grundschulen, noch weniger in den Jahrgangsstufen 5 und 6.

Oberbürgermeister Frank Meyer berichtete als Leiter des Krisenstabs über die aktuelle Bewertung des Infektionsgeschehens. Die Woche habe gezeigt, dass die Situation „dynamisch“ sei. Während die Infektionszahlen leicht sinken und in den Krankenhäusern etwas Entspannung eintritt, steigt die Zahl der Todesfälle stetig an.

Dennoch werde der Krisenstab aktuell keine neuen Einschränkungen für Krefeld erlassen. „Wir wollen keinen Flickenteppich, sondern einheitliche Regeln. Wir werden uns aber weiter mit der Datenlage beschäftigen und mögliche Instrumente zum Infektionsschutz ausloten“, betonte Frank Meyer. Der Kommunale Ordnungsdienst, der aktuell in den Fußgängerzonen deutlich weniger zu tun hat, soll vermutlich bald für Kontrollen im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden.

(red)