Krefelder Hauptkommissar beim Ironman auf Hawaii

Weltmeisterschaft : Ironman auf Hawaii - Krefelder Hauptkommissar unter den besten Sechs

Wer beim Ironman in Hawaii dabei sein will, zählt zu den besten Triathleten der Welt. Der Krefelder Hauptkommissar Uwe Röpstorf ist einer von Ihnen. Am Wochenende beeindruckt er mit einer hervorragenden Leistung. Zufrieden ist er nicht.

Am Wochenende fand das Großereignis der Triathleten statt. Bei der 40. Jubiläumsausgabe des Ironman auf Hawaii kämpften rund 2300 Athleten gegen Wellen, Wind und Hitze. Mit dabei der Krefelder Hauptkommissar Uwe Röpstorf. Der Europameister von 2017 war einer von 218 deutschen Athleten, der die Qualifikation für das härteste Triathlon-Rennen geschafft hat. 3,86 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer radfahren und 42,195 Kilometer laufen müssen die Sportler absolvieren.

Der 55-jährige Triathlet vom SC Bayer Uerdingen kommt nach insgesamt 10.00.42 Stunden ins Ziel und belegt einen beachtlichen sechsten Platz in seiner Altersklasse (55-59). Zufrieden war der Sportler nicht mit seiner Leistung.

Röpstorf plagte sich mit Schulterschmerzen beim Schwimmen, steigt mit einer für ihn schlechten Zeit aus dem Wasser. Trotz guter Radbedingungen bekommt er keinen Druck auf das Pedal, schreibt er später auf seiner Webseite. „Die Radzeit 5:03:23 Std. hört sich zwar ganz gut an, aber bei dem heutigen Wetter hätte es schon besser sein dürfen“. An den anschließenden Marathon hat er keine hohen Erwartungen mehr. Zu viele gesundheitliche Probleme haben den Start auf Hawaii ein Wagnis werden lassen. Röpstorf kann trotzdem noch einige Plätze gut machen und absolviert die 42 Kilometer in 3.36.31 Stunden. Am Ende steht der sechste Platz bei der Ironman-Weltmeisterschaft in seiner Altersklasse zu Buche.

Schmerzen nach dem Zieleinlauf

Ins Ziel ist der Hauptkommissar gekommen, aber nur unter Qualen und Schmerzen. Ob er weiterhin so ambitioniert seinen Sport ausüben kann, stellt er in Frage: „Droht eine OP der Schulter und droht bald eventuell sogar wieder eine Achillessehnenoperation, wenn ich weiterhin versuche, in meiner Altersklasse auf´s Treppchen zu kommen?“ Eine Frage, die er sich wohl im Lauf der Zeit selber beantworten wird. Doch nun sei erst einmal Urlaub angesagt.

Reul ehrt den Krefelder Polizisten

Uwe Röpstorf hat als Leistungssportler in seiner damaligen Altersklasse M50 2017 gleich mehrere Triathlon- und Ironman-Wettbewerbe gewonnen. Darunter den Ironman in Frankfurt, wo er Europameister wurde. Bei den Deutschen Meisterschaften im Triathlon sicherte sich Röpstorf ebenso Platz 1 wie beim Ironman im Kraichgau oder auf Rügen. Mit diesen Ergebnissen qualifizierte er sich für den legendären Ironman auf Hawaii.

Im Frühjahr 2018 wurde er in Düsseldorf als einer von 47 „Polizeisportlern des Jahres“ geehrt.

Der Hauptkommissar hat dem Hawaii-Sieger etwas voraus

Als der Krefelder am Samstag (Ortstzeit) auf Hawaii die Ziellinie überquert, ist Sieger Patrick Lange schon gut zwei Stunden vor ihm da. Die Leistung des Deutschen Ausnahmeathlets sind beeindruckend. Trotzdem hat der Krefelder Lange in einem etwas voraus. Während der Hawaii-Sieger Patrick Lange seiner Freundin Julia Hofmann im Ziel einen Hochzeitsantrag machte, konnte Röpsdorf ein paar Tage zuvor seinen zehnjährigen Hochzeitstag feiern. Geheiratet hat er seine Frau Claudia 2008 auf Hawaii. So wie es sich für einen Vollblut-Ironman gehört.

(dw/red)
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