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Krefelder Familie dankt Helfern nach Suchaktion für vermissten Sohn

Rettungsaktion : Krefelder Familie dankt Helfern nach Suchaktion für vermissten Sohn

Suche nach fünfjährigem Franz am Elfrather See wird zur Nervensache.

Mit einer Mischung aus Schrecken und doch purer Erleichterung blickt Eva Biefang auf den vergangenen Sonntag zurück. Es war der Tag, an dem ihr fünfjähriger Sohn Franz spurlos vom Grundstück der Familie verschwand. Eine groß angelegte Suche von Polizei, Feuerwehr, DLRG und weiteren Rettungsteams begann. „Wir wollten am Sonntag eigentlich ganz in Ruhe bei uns mit der Familie Kaffee trinken. Ich hatte mit Franz noch Apfeltaschen gebacken und dann saßen alle am Tisch, aber einer fehlte“, erzählt die Mutter. Eine Stunde lang suchte die Familie auf und rund um das eigene Grundstück selbst nach dem Kind. Freunde aus der Nachbarschaft halfen direkt mit. Aufgrund der Nähe zum Elfrather See, der Luftlinie nur wenige Meter vom Haus der Biefangs entfernt liegt, wurden die Sorgen mit zunehmender Dauer der eigenen Suchaktion größer. „Ein Freund von uns ist dann zum See runtergefahren. Wir haben uns dann aber relativ schnell dazu entschieden, die Polizei einzuschalten“, sagt Eva Biefang. Die Ordnungskräfte alarmierten sofort weitere Einheiten. Kurze Zeit später kreiste bereits ein Hubschrauber über dem Gelände nördlich des Elfrather Sees. Aufgrund einer Ruder-Regatta waren an diesem Wochenende viele Leute in dem Naherholungsgebiet unterwegs. „Irgendwie konnte man sich nicht vorstellen, dass niemand unseren Sohn gesehen haben konnte.“ Taucher und ein Team von Mantrailer-Hunden, die speziell zur Personensuche ausgebildet sind, versuchten den Jungen ebenfalls zu finden. „Wir mussten dann von unserem Grundstück runter, weil die Hunde sonst möglicherweise durch zu viele Gerüche abgelenkt werden können. Gemeinsam mit Nachbarn, Einsatzkräften und Freunden standen wir auf der Straße vor unserem Grundstück.“

Mehrere Stunden lang suchten alle gemeinsam nach dem fünfjährigen Franz, der dann glücklicherweise in der Einfahrt des Familiengrundstücks hinter geparkten Autos versteckt gefunden werden konnte. Die Familie ist überglücklich, dass der Junge wieder aufgetaucht ist. „Wir haben alle gebraucht, um uns nach dieser nervenaufreibenden Suche zu erholen. Wir wollten uns gerne bei allen Einsatzkräften, Nachbarn und Freunden bedanken, die uns an diesem Tag so toll unterstützt haben, uns Mut zugesprochen und mit uns nach Franz gesucht haben. Solch eine Gemeinschaft ist nicht selbstverständlich und umso stolzer macht es uns, solche Nachbarn zu haben“, sagt Eva Biefang.

Und auch bei den Einsatzkräften ist die Erleichterung groß. Feuerwehrsprecher Kai Günther sagt: „Die Suche nach vermissten Personen ist besonders herausfordernd für die Kolleginnen und Kollegen. Wenn es sich dann noch um ein Kind handelt, ist die mentale Belastung groß. Umso größer ist dann die Freude, wenn die Suche erfolgreich ist.“