1. NRW
  2. Krefeld

Krefelder Design-Studentin bemalt Pinguin-Masken für die Zooführer 

Zoo Krefeld : Krefelder Design-Studentin bemalt Pinguin-Masken für die Zooführer 

Der Mund- und Nasenschutz ist vollständig biologisch abbaubar und soll den Tierpark coronasicher machen, sobald er wieder öffnen darf.

Krefeld und die Pinguine gehören zusammen – ganz gleich, ob sie auf Kufen übers Eis flitzen oder im hauseigenen Zoo-Pool durchs Wasser gleiten. Jetzt sind sie auch auf den Atemschutzmasken der Zooführer zu sehen. Sobald der Tierpark wieder geöffnet ist, werden die gedruckten Pinguine auf den Kreislauf-Masken für Freude über das Wiedersehen sorgen. Kreislauf-Maske bedeutet: Sie ist inklusive der Gummibänder komplett biologisch abbaubar.

Für das Projekt haben sich jetzt, während der Corona-Pandemie, mehrere lokale Akteure mit der Hochschule Niederrhein zusammengeschlossen und einen Wettbewerb unter den Design-Studierenden ausgelobt. Julia Keller (20) ist mit ihrem Entwurf die Gewinnerin. „Ich habe mich bereits vorher mit den Pinguinen im Zoo auseinandergesetzt und sie gezeichnet“, berichtet die Studierende. „Es ist eine schöne Übung fürs Semester und hat Spaß gemacht. Die Kinder werden sie sicherlich auch lieben.“

Das Düsseldorfer Start-Up Kluba Medical hat bereits im Frühjahr damit begonnen, Masken mit Filtereinschub herzustellen. Nicole Klingen, Geschäftsführerin von Kluba Medical, sagt: „Diese wurden von Krefelder Nähereien aus CradleToCradle Gold zertifiziertem Stoff des Krefelder Unternehmens Ocean Safe genäht. CradleToCradle-Produkte sind solche, die komplett in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden.“

Klingen übergab 40 Masken aus Bio-Baumwolle für die 18 Zooführer an Friedrich R. Berlemann, den Vorsitzenden der Zoofreunde. „Die Männer und Frauen müssen die Masken den ganzen Tag tragen. Es ist gut eine nachhaltige Maske zu haben, die auch hübsch aussieht.“

Zurück zum Pinguin als Gewinnermotiv. Die entworfenen Tiere von Julia Keller fanden mit biologisch abbaubaren Farben im Siebdruckverfahren ihren Weg auf den Stoff. Weil die Farben keine entsprechenden Inhaltsstoffe zur chemischen Fixierung beinhalten, wurden sie anschließend in einem Krefelder Unternehmen mit hoher Temperatur fixiert.