Stadtgeflüster Erfrischen, stärken, wohlfühlen

Stadtteile · Etwas Erfrischung konnte man beim zuletzt warmen Wetter durchaus gebrauchen. In Uerdingen erfolgte die Erfrischung aber teils auch unfreiwillig: Im Wagen vor sich hatte der Flüsterer Mitte der Woche vier junge Männer, die merkwürdig langsam an zwei Kindern vorbeifuhren, die auf dem Gehweg ungterwegs waren.

 Keine Einladung zum Frühstück, sondern wohl nur illegal entsorgter Elektromüll.

Keine Einladung zum Frühstück, sondern wohl nur illegal entsorgter Elektromüll.

Foto: WZ

Plötzlich senkte sich hinten ein Autofenster und eine Wasserbombe traf einen der spazierenden Jungen. Der wusste gar nicht, wo die Wasser-Attacke her kam. Die jungen Männer im Auto brausten schnell weiter und krümmten sich vor Lachen. An einer Bushaltestelle musste noch eine junge Frau dran glauben. Auch die guckte erst ungläubig – und musste dann selbst lachen. War wohl gar nicht so unwillkommen, die Abkühlung. Immerhin besser als das Nass, das jetzt wieder von oben kommt...

Im Tiefschlaf

New York ist eine quirlige Stadt, die laut einem bekannten Frank-Sinatra-Song niemals schläft. Dagegen hat sich die Krefelder Baustelle der Bekleidungskette New Yorker offenbar tief und fest zur Ruhe begeben: Vom Umbau der ehemaligen Thalia-Filiale an der Hochstraße ist nichts mehr zu erkennen, auch der Bauzaun hinter dem Haus ist wieder verschwunden. Dabei hatte die Modekette im Juli 2023 die Eröffnung ihres neuen Krefelder Standortes fürs vierte Quartal des gleichen Jahres in Aussicht gestellt. Zur Erinnerung: Wir sind im zweiten Quartal 2024 – doch noch immer steht nur „Grand Opening“, also große Eröffnung, an den Schaufenstern.

War da nicht auch ein Bild drin?

War da nicht auch ein Bild drin?

Foto: WZ/Werner Dohmen

Final geschlossen

„Dauerhaft geschlossen“ – so steht es auf einem Zettel an der Tür der DB-Agentur im Krefelder Hauptbahnhof. Damit endet die letzte Möglichkeit für Reisende, sich im Bahnhof Fernverkehrtickets zu besorgen. Denn die Bahn selbst hatte bereits 2019 ihr Reisezentrum geschlossen, die danach eröffnete private Agentur, die zuletzt in den ehemaligen Räumlichkeiten eines Handyladens untergebracht war, hat aus wirtschaftlichen Gründen Anfang Mai nun ebenfalls aufgegeben. VRR-Tickets gibt es noch im benachbarten Buchladen sowie an den Automaten. Die nächsten Reisezentren der Bahn befinden sich in den Hauptbahnhöfen von Duisburg und Düsseldorf. Das ehemalige Reisezentrum im Krefelder Hauptbahnhof steht übrigens auch wieder leer, seitdem der wegen Umbauarbeiten dort untergebrachte Minimarkt an seinen angestammten Platz zurückkehren konnte.

Kein schöner Anblick

Zunehmend zum Problem wird die ehemalige Filiale der Modekette Kult an der Hochstraße. Nicht nur, dass sie schon äußerlich immer schäbiger aussieht, wird der Eingangsbereich nun auch immer häufiger zum Treffpunkt von Menschen ohne Obdach. Was wiederum für angrenzende Geschäfte zum Problem werden könnte. Der vielleicht hässlichste Leerstand in der Innenstadt findet sich allerdings einige Meter weiter an der Rheinstraße. Es handelt sich um eine ehemalige Filiale der Bäckereikette Kamps, die nach einem gescheiterten Umbau seit Jahren geschlossen ist.

Furchtlos

Thorsten Hansen macht ernst: Der Bezirksvorsteher von Hüls macht Werbung für den dortigen Ausbau des Glasfasernetzes. Genau genommen für eine Info-Veranstaltung der Deutschen Glasfaser am 21. Mai, 19 Uhr, im Saal Goldener Hirsch. Hansens Vorgänger Timo Kühn hatte 2021 noch Ärger mit der SPD bekommen, als er sich für den Netzausbau der Deutschen Glasfaser engagierte. Ein Verstoß gegen die Neutralitätspflicht eines Bezirksvorstehers wurde ihm vorgeworfen. Thorsten Hansen scheint dies nicht zu schrecken: Auf Facebook macht er auf die besagte Info-Veranstaltung aufmerksam.

Selber toasten?

Ungewöhnliches hat der Flüsterer in dieser Woche vor dem Café Liesgen entdeckt, das montags Ruhetag hat. Entsprechend waren die Stühle fein säuberlich an die Tische gestellt und mit Ketten gesichert. Soweit nicht ungewöhnlich. Schnell fiel der Blick des Flüsterers aber auf einen Toaster, der auf einem Tisch abgestellt war. Und so fragte er sich mit einem leichten Augenzwinkern, ob man dort montags wohl selbst zum Koch werden soll. Vermutlich hatte aber einfach nur jemand seinen Elektroschrott illegal entsorgt. Der Flüsterer freut sich jedenfalls, wenn er bald wieder richtiges Frühstück im Liesgen verputzen kann – ohne Toaster auf dem Tisch.

Coming soon

Ein solcher wird künftig wohl auch auf den Tischen des Thai-Restaurants fehlen, das in einem Ladenlokal an der Ecke Wiedenhofstraße/Evertstraße öffnen wird. „Coming soon“ heißt es auf einem Schild, das im Schaufenster hängt. Mehr ist dort bislang noch nicht zu sehen, blaue Folie verhindert den Blick ins Innere des Ladenlokals. Erst im vergangenen Jahr hatte dort das Restaurant „Zwilling“ eröffnet, das inzwischen offenbar schon wieder Geschichte ist.

Neue Wohlfühl-Oase

Von hoffentlich dauerhafterer Natur ist der neue Friseur-Salon, der in wenigen Tagen in der Uerdinger Fußgängerzone öffnet: Ab dem 1. Juni bietet Friseurmeistern Mara Feil dort Wohlfühlpakete für wohltuende Behandlungen und besondere Looks an. „Ich nehme mir für jeden Kunden viel Zeit und behandle immer nur einen gleichzeitig“, sagt Feil, die ursprünglich aus Uerdingen stammt, auch wenn sie mittlerweile in der Innenstadt wohnt. „HaARTante“ soll der Salon heißen, das Namensschild wird in der kommenden Woche montiert, auch eine Homepage ist in Vorbereitung. Und erste Kunden haben auch schon ihren Besuch gebucht. Die allererste Kundin steht aber bereits fest: die Mama. Und diese hat sich das Entspannungs-Treatment vermutlich auch verdient, denn aktuell packt sie kräftig mit an, damit bis zum 1. Juni alles wirklich wohlfühl-fein ist.

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