Stadtgeflüster Die Innenstadt zeigt viel Liebe für Details

Schilder, Schaufenster und Markierungen sind dem Stadtflüsterer in den vergangenen Tagen in Krefeld aufgefallen. Doch lesen Sie selbst....

 Das Namensschild des Leiters des Oberbürgermeister-Büros wurde nach dem BVB-Sieg angepasst.

Das Namensschild des Leiters des Oberbürgermeister-Büros wurde nach dem BVB-Sieg angepasst.

Foto: WZ

Was von „Krefeld op dä Maat“ übrig blieb

Premiere feierte am vergangenen Wochenende die neue Innenstadtveranstaltung „Krefeld op dä Maat“. Und wie bei jeder Premiere, sind genaue Regieanweisungen fürs gute Gelingen hilfreiche. Dazu wurden in neon-greller Schrift auf dem Pflaster die Standorte für Deko, Blumen und Barbeque-Stand markiert. Das Fest ist vorbei, Deko und Stand abgebaut; doch die Schrift ist geblieben. Fragt sich, ob als „bleibende Erinnerung“ oder Regieanweisung für das nächste Jahr.

Mutter und Tochter eröffnen
ein königliches Café

Das Café König hat am 4. Mai an der Ecke König-/Rheinstraße – passend zu Op dä Maat –  eröffnet.

Das Café König hat am 4. Mai an der Ecke König-/Rheinstraße – passend zu Op dä Maat – eröffnet.

Foto: WZ/Werner Dohmen

An der Rheinstraße 105-107 hat ein neues Lokal eröffnet. Das „Café Bistro König“ bezieht seinen Namen von der Königstraße, an dessen Ecke es liegt. Inhaberin des Lokals ist Anastasia Mavromati. Unterstützt wird sie von ihrer Mutter Zoi Liarou, einer gelernten Barista. Im Angebot hat das Mutter-Tochter-Duo neben einer großen Auswahl an Getränken (darunter Cocktails und italienische Weine) auch Frühstück, Crêpes, Sandwiches und Eis. Ihre griechischen Wurzeln lassen sich auch auf der Karte beim griechischen Joghurt und griechischen Salat wiederfinden. Geöffnet ist das Lokal von montags bis sonntags morgens ab 8 Uhr. Auch draußen unter einer blauen Markise gibt es mehrere Tische.

Italien im Schaufenster

Apropos Gastronomie: Als der Flüsterer dieser Tage auf der Angerhausenstraße in Richtung Innenstadt schlenderte, glaubte er, eine neue Pizzeria entdeckt zu haben. Denn im Schaufenster des Damenmodegeschäfts Köser waren lauter Pizzakartons gestapelt, auch ein Motorroller war hübsch ausgestellt. Schnell stellte sich heraus, dass es mit der Pizza nichts wird. Ganz offensichtlich wollten die Schaufenstergestalter „nur“ italienisches Flair vermitteln. Und das ist ihnen eindrucksvoll gelungen – auch in Kombination mit der farbenfrohen Mode, die passend dazu ausgestellt wurde.

An anderer Stelle konnte der Flüsterer dann aber doch noch eine weitere Entwicklung in Sachen Gastronomie beobachten: Am neuen „Et Bröckske“ hängt inzwischen auch der Schriftzug „Peter Pane“ von der gleichnamigen Burgerkette, die Ende kommender Woche eröffnen will. Auch große Teile des Gerüsts sind inzwischen abgebaut, sodass der Blick auf das Gebäude im Herzen der Innenstadt jetzt nur noch von einem Bauzaun getrübt wird.

Neues Design für
Namensschilder im Rathaus

Warum Fußball eine Art Volkskulturgut Nummer 1 ist, hat der Flüsterer beim Rundgang durchs Rathaus am Mittwoch entdeckt. Auf der Chefetage, also dort wo Oberbürgermeister Frank Meyer arbeitet, der bekanntlich neben der Fan-Liebe zum KFC Uerdingen ein bekennender Anhänger des FC Liverpool ist, prangte ein nicht zu übersehender gelber Sticker des BVB Borussia Dortmund am Vorzimmer zu OB Meyer. Büroleiter Dirk Plaßmann bekam den gesamten Mittwoch das Grinsen über die seit Dienstagabend feststehende Finalteilnahme der Dortmunder in der Champions League nicht aus dem Gesicht – auch dank der schwarz-gelben Überraschung an seiner Bürotüre. Seine echte Liebe zum BVB ist hinlänglich bekannt im Rathaus, und man darf vermuten, dass das Betriebsklima bei solcherlei Fan-Bekundung auf der Rathaus-Etage nicht das schlechteste sein wird. Da darf man gespannt sein, welche Überraschung die guten Geister für den Montag nach dem Finale in Wembley bereithalten ...