Fußball-Regionalliga Zwei Schalker sollen beim KFC übernehmen

Krefeld · René Lewejohann wird als Co-Trainer gehandelt, Rüdiger Abramczik soll Supervisor werden. Ein neuer Cheftrainer wird trotzdem noch gesucht.

 Rüdiger Abramczik soll mit seiner Erfahrung helfen, den KFC Uerdingen fit für die dritte Liga zu machen und seriös für die Zukunft aufzustellen.

Rüdiger Abramczik soll mit seiner Erfahrung helfen, den KFC Uerdingen fit für die dritte Liga zu machen und seriös für die Zukunft aufzustellen.

Foto: IMAGO/RHR-Foto/IMAGO/RHR-FOTO

Groß ist die Vorfreude bei den Fans des KFC Uerdingen auf die Fußball-Regionalliga. Mehr als 650 Dauerkarten für die kommende Saison wurden bereits verkauft. Und das, obwohl noch gar nicht feststeht, welche Spieler für die Uerdinger auflauen werden und wer die Mannschaft trainiert. Lediglich die Kaderplätze von Alexander Lipinski und Dimitrios Touratzidis stehen nach WZ-Informationen fest, wenngleich auch diese Personalien vom Verein noch nicht bestätigt worden sind.

Auch das „Update aus dem Verein“, das der KFC am Montag über seine Website verbreitete, gab keinen Aufschluss darüber, welche Spieler zum Trainingsauftakt dabei sein werden. „Der Plan ist, zwei Drittel der Mannschaft zum Trainingsstart am 19. Juni stehen zu haben“, heißt es darin. Der neue Sportdirektor Adalet Güner habe einen Pool von 50 potenziellen Spielern aufgebaut, mit denen bereits gesprochen wurde. „Dabei ist es wichtig zu prüfen, dass die Spieler auch charakterlich zum Verein passen und sich mit der Aufgabe beim KFC Uerdingen identifizieren“, teilte der Verein mit. Parallel zu den Gesprächen mit Spielern und Trainern gebe es Gespräche mit möglichen neuen Sponsoren, zu denen die Berateragentur M-Soccermanagement den Kontakt hergestellt habe. Diese Sponsoren könnten einen direkten Einfluss auf die Etathöhe haben. „Sobald erste Sponsorenverträge abgeschlossen sind, wird der Verein dann auch dazu passende Spielerverträge abschließen“, erklärte Vorstandsmitglied Andreas Scholten auf WZ-Anfrage.

Wer neuer Cheftrainer wird, war auch zu Beginn der neuen Woche noch unklar. Mehmet Eser, Inhaber von M-Soccermanagement, bekräftigte, dass man mit Michél Dinzey in guten Gesprächen sei. Das gelte aber auch für andere Kandidaten, deren Namen bislang nicht kommuniziert wurden. Der neue Cheftrainer soll laut Esers neuesten Angaben am Mittwoch, spätestens aber am Donnerstag feststehen.

 René Lewejohann verfügt über Erfahrung an der Seitenlinie, war unter anderem bei Schalke, Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiss Ahlen als Co-Trainer tätig.

René Lewejohann verfügt über Erfahrung an der Seitenlinie, war unter anderem bei Schalke, Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiss Ahlen als Co-Trainer tätig.

Foto: IMAGO/Michael Ketzer

KFC Uerdingen will vertragliche Verpflichtungen mit John erfüllen

Nach WZ-Informationen gibt es großes Interesse an einer Verpflichtung von René Lewejohann, der zuletzt als Trainer des „Integrated Academy Teams“, ein US-amerikanisches U-18-Team unter dem Dach des FC Schalke 04, tätig war. Lewejohann soll beim KFC als Assistenztrainer tätig werden. Dazu würde passen, dass laut Eser Schalke-Legende Rüdiger Abramczik als eine Art Supervisor installiert werden soll. Er soll mit seiner Erfahrung dafür sorgen, dass der Verein in ruhigere Fahrwasser als zuletzt gerät, um das neu ausgegebene Ziel dritte Liga realisieren zu können.

Der Name Abdulrahman Saket, der sich am Wochenende mit Social-Media-Posts selbst als Trainer vorgestellt hatte, wird wohl nur wenig Berührung mit der ersten Mannschaft haben, sondern vielmehr als U-16-Trainer tätig werden.

Während die Kaderplanung für die neue Saison läuft, müssen sich die Uerdinger auch noch mit den Baustellen aus der Vergangenheit beschäftigen. Das gilt im Speziellen für die Personalie Marcus John, der als Trainer einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet hatte. Gegenüber dem „Reviersport“ hatte John zuletzt kritisiert, dass er seit einigen Monaten auf Gehalt warte, der Kontakt zum KFC Uerdingen auf allen Kanälen eingeschlafen sei. Vom Verein heißt es dazu auf WZ-Anfrage: „Zu Details wie Lohnzahlungen und Beendigungsszenarien einzelner Arbeitsverhältnisse werden wir uns öffentlich nicht äußern. Dass der Verein jedoch grundsätzlich bis Ende Mai Liquiditätsprobleme hatte, ist bereits länger bekannt. Letztendlich kommt der KFC den vertraglichen Verpflichtungen bei allen Arbeitnehmern nach“, so Andreas Scholten.

Für den Vertrag von Sunay Acar, der während der kurzen Vorstands-Amtszeit von Marc Schürmann und Ilja Ludenberg als Trainer verpflichtet worden war, gilt das nicht. Rechtsanwälte des KFC Uerdingen kümmern sich weiter um eine Auflösung des Arbeitspapiers, das ohne erforderliche Zustimmung des Verwaltungsrats abgeschlossen wurde.

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