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Krefeld: Zwangs-Pause konnte kaum genutzt werden

Innenstadt : Zwangs-Pause konnte kaum genutzt werden

Begleitet von großer Lautstärke ist das Pflaster auf dem Neumarkt gereinigt worden.

Die Zwangs-Pause durch Corona geht bis in den Mai hinein weiter – auch wenn es ab Montag die ersten Lockerungen geben wird. Konnten die Wochen ohne Kinder in den Schulen, ohne viele Autofahrer auf den Straßen und ohne Passanten in den Straßencafés für anstehende Arbeiten durch die Stadt Krefeld sinnvoll genutzt werden? Zumindest in einem Fall kann die Stadtverwaltung das bestätigen.

Begleitet von großer Lautstärke ist in der Woche vor Ostern durch die Gesellschaft für Stadteinigung und Abfallwirtschaft Kredfeld (GSAK) das Pflaster auf dem Neumarkt vor dem Kaufhof unter Hochdruck gereinigt worden. „Es handelt es sich um eine Maßnahme im Rahmen des Aktionsplans ,Stadtfein’“, berichtet Angelika Peters, Pressesprecherin der Stadt. Mit bestuhlter Außengastronomie und geöffneten Geschäften wäre diese sicherlich nur mit erheblichen Einschränkungen für den Betrieb oder gar nicht durchführbar gewesen. „Deshalb wurden diese Maßnahmen tatsächlich gezielt in dem Zeitraum der Corona-Regelungen durchgeführt“, bestätigt sie.

Doch dabei handelte es sich nur um eine Ausnahme: Es seien keine weiteren Arbeiten aufgrund der „Corona-Zwangs-Pause“ vorgezogen worden.

„Dies ist aufgrund des erforderlichen zeitlichen Vorlaufs nicht möglich gewesen“, sagt Peters. Das städtische Gebäudemanagement sei froh darüber, dass die bisher geplanten Maßnahmen weitestgehend fortgeführt werden konnten. Hier seien so gut wie keine Ausfälle aufgrund von Corona zu verzeichnen gewesen.

Auch aus Sicht des Kommunalbetriebes Krefeld laufe alles grundsätzlich „nach Plan“ – trotz Corona-Pandemie. Benötigtes Material werde geliefert, und Firmen führten Auftragsarbeiten aus.

Immerhin: „Bei Straßenarbeiten ist es von Vorteil, dass derzeit weniger Straßenverkehr beeinträchtigt wird und es zu weniger Staus und Behinderungen kommt“, sagt Peters.