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Krefeld wirbt auf Youtube für Corona-Solidarität

Pandemie : Krefeld wirbt auf Youtube für Corona-Solidarität

In mehreren Sprachen warnt die Stadt vor den Gefahren des Virus. 17 Menschen liegen auf der Intensivstation.

Mit kurzen Videos in mehreren Sprachen will die Krefelder Stadtverwaltung vor den Gefahren durch das Coronavirus warnen. Die von neun Bürgern eingesprochenen Botschaften werden über die Kanäle Youtube, Facebook, Instagram und Twitter verbreitet. Damit sollen in Zeiten hoher Infektionszahlen auch jene Mitbürger direkt erreicht werden, deren Erstsprache nicht das Deutsche ist. „Das Coronavirus bleibt gefährlich“, lautet die einleitende Botschaft.

In den kurzen Sprachsequenzen wird dann auf die wichtigsten Regeln aufmerksam gemacht – unter anderem: Abstand halten, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften. Mit den Videos wird auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt aller Bürger geworben.

Das Presseamt der Stadt hat die Videos gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) erstellt. Das KI hat dafür nach Sprechern gesucht, die den Appell in verschiedenen Sprachen verbreiten. Transportiert wird die Botschaft auf Englisch, Französisch, Türkisch, Russisch, Arabisch, Farsi, Rumänisch, Bulgarisch – und auf Deutsch.

Mit einer Skip-Funktion können im laufenden Video die verschiedenen Sprachen angewählt werden. Neben Mitarbeitern der Verwaltung wie Tagrid Yousef, Leiterin des KI, und Sandra Franz, Leiterin der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer, machen bei der Aktion auch Krefelder Vertreter aus Vereinen oder von Migrantenorganisationen mit.

Zum Beginn der Woche meldet die Stadt 61 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. Bis Montag waren insgesamt 2838 positive Tests zu verzeichnen (Samstag: 2777). 955 Menschen (Samstag: 894) waren akut erkrankt, 1849 gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt für die vergangenen sieben Tage bei 156 Fällen pro 100 000 Einwohner. Die Kliniken melden aktuell 25 Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind. 17 müssen auf der Intensivstation behandelt werden, zwölf von ihnen werden beatmet.

Bußgelder wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht sind derzeit vor allem in der Fußgängerzone notwendig (siehe Grafik). Der Verstoß gegen die Maskenpflicht dort kostet 50 Euro, im ÖPNV und an Haltestellen sind es 150 Euro. Am Abend ist von der Stadt bestätigt worden, dass mittlerweile eine Klage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen die Maskenpflicht unter anderem in der Krefelder Innenstadt anhängig ist. Red