Prozess Importierte Krefelder Unternehmen Waffen aus Russland für Millionen?

Ein Krefelder Unternehmen wird verdächtigt, mehrere Tausend Waffen aus Russland nach Deutschland importiert zu haben – obwohl das verboten ist. So lief der Auftakt des Prozesses.

Vor dem Landgericht Krefeld müssen die Angeklagten sich verantworten.

Vor dem Landgericht Krefeld müssen die Angeklagten sich verantworten.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Den Geschäftsführern eines Krefelder Unternehmens wird vorgeworfen, zwischen Januar 2015 und August 2017 mehrere Tausend Jagdwaffen aus Russland nach Deutschland importiert zu haben. Die Einfuhr und der Erwerb von Waffen aus Russland sind seit 2014 nach einer Verordnung verboten. Da der Import der Waffen durch die Angeklagten nach der Einführung der Verordnung erfolgt sei, mussten die drei sich am Montag vor der Strafkammer im Landgericht Krefeld behaupten. Laut Anklage hätten sie unter anderem rund 61 000 halb automatische Jagdgewehre, um die 500 halb automatische Flinten und mehrere Büchsen sowie Zubehör von einem russischen Unternehmen erworben. Der Gesamtwert wird mit rund 3,6 Millionen Euro beziffert.