Krefeld: Unfall als mutmaßlicher Mordversuch

Gericht : Unfall als mutmaßlicher Mordversuch

Zu einem ganz und gar nicht alltäglichen Verkehrsunfall wurde die Polizei am Morgen des 9. April gerufen. Da sollte es einen Auffahrunfall an der Autobahnauffahrt zur A57 in Oppum gegeben haben. Um 8.54 Uhr soll ein heute 56-Jähriger auf das Fahrzeug einer Frau vor ihm aufgefahren sein.

Neben ihm saß seine Ehefrau, mit der er vorher in Streit geraten war. Mit dem Unfall soll der Mann versucht haben, sich und seine Ehefrau umzubringen. Dafür muss er sich seit Mittwoch vor dem Landgericht verantworten – unter anderem wegen versuchten Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Als die Frau aber nur unerheblich verletzt wurde, soll der Krefelder angefangen haben, sie im Auto zu würgen. Zeugen konnten die Ehefrau aus dem Auto befreien. Sie trug Prellungen und Hämatome davon. Die Frau in dem anderen Unfallwagen wurde nicht verletzt.

Der Mann soll unter einer depressiven Störung mit psychotischen Symptomen leiden, weswegen die Staatsanwaltschaft seine Einweisung in einer geschlossenen Psychiatrie beantragen will. Noch am Tatort nahm die Polizei den Mann in Gewahrsam. Inzwischen läuft ein Scheidungsverfahren. Vor Gericht sagte seine Noch-Ehefrau, dass sie ihn immer noch liebe, es aber so nicht weitergehen könne, weswegen sie sich von ihm getrennt habe. Der Mann selbst schweigt bisher. sp

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