Krefeld: Uerdinger Fußgängerzone wird durch Poller abgesperrt

An drei Stellen : Uerdinger Fußgängerzone soll durch Poller abgesperrt werden

Die Uerdinger Einkaufsstraße soll an drei Stellen versperrt werden.

In einigen Wochen soll sich die Sicherheitslage in der Uerdinger Fußgängerzone durch den Einbau von Pollern erheblich verbessern. Dies teilte eine Gruppe aus Politik und Kaufleuten mit, die sich vor einem Vierteljahr zusammengefunden hat. Beteiligt sind Jürgen Hengst (SPD), Bezirksvorsteher, Ulrich Lohmar (CDU) als Bezirksvertretungsmitglied, Uwe Rutkowski für den Uerdinger Kaufmannsbund und Mario Bernards für den Chempark. Durch eine gute Unterstützung durch den Fachbereich Stadtplanung hätten sich die Beteiligten schnell abstimmen können, teilten sie am Mittwoch mit.

Es wird laut Rutkowski acht bis zehn Poller an drei neuralgischen Punkten geben (siehe Grafik). Stehen sollen sie an den Ecken Oberstraße/Marktplatz, Niederstraße/Von-Brempt-Straße und Niederstraße/Seilbahn. Die Poller werden werktäglich von 7 bis 10 Uhr für den Anlieferverkehr auf Ober- und Niederstraße geöffnet und ansonsten dafür sorgen, dass Fahrzeuge die Fußgängerzone nicht befahren können. Seit Juni hatte die Gruppe verhandelt, Nun sind alle selbst erstaunt, dass man schon für die am Donnerstag, 12. September, stattfindende Sitzung der Bezirksvertretung (BZV) Uerdingen eine Beschlussvorlage erstellen konnte.

Geld sei eigentlich kein Thema gewesen, so die Vertreter – es stünden ausreichende bezirksbezogene Mittel zur Verfügung. 3000 Euro hat die Fachverwaltung für die Anschaffung und den Einbau geschätzt. Schwerwiegender war die Frage der Bedienung und Unterhaltung. Da kam der Chempark ins Spiel. Er wird vorerst für ein Jahr die Kosten dafür übernehmen. Denn durch die Straßenbeschaffenheit ist ein Einbau automatisch versenkbarer Poller nicht möglich.

Die Beteiligten haben sich mit den Geschäftsleuten verständigt und waren über deren prompte Zustimmung erfreut. Uwe Rutkowski: „Immer wieder haben Autofahrer regelwidrig Abschnitte der Fußgängerzone befahren. Und auch schon Passanten und spielende Kinder verletzt“. Auch die Anwohner, hört man, sind für die Maßnahme. Ebenfalls freuen sich die Bedienungen der Straßencafés, denn mit einem vollen Tablett einem Fahrzeug ausweichen zu müssen, ist oft nur gerade mal gut gegangen. Die Zustimmung der Bezirksvertretung vorausgesetzt, kann wohl noch im Spätherbst der Einbau erfolgen.

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