1. NRW
  2. Krefeld

Krefeld: Tönisvorst zahlt Umbau des Bahnübergangs Steinheide

Verkehr : Bahnübergang Steinheide bleibt für Radler offen

Stadt Tönisvorst trägt Kosten für Umbau im Kempener Feld. Traktoren bleiben außen vor.

Die mögliche Schließung des Bahnübergangs Steinheide im Kempener Feld ist vom Tisch. Stattdessen soll es einen Umbau zur weiteren Nutzung für Radfahrer und Fußgänger geben. Im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität werden entsprechende Pläne in der kommenden Woche vorgestellt.

Rückblick: Die DB Netz AG wollte den Übergang zwischen Krefeld und Tönisvorst, der bisher von Autos, Traktoren, Reitern, Radfahrern und Fußgängern genutzt wird, „auflassen“ – was im Klartext eine ersatzlose Streichung bedeutet hätte. Ihre Begründung: Der mehr als 40 Jahre alte Übergang sei nicht sehr hoch frequentiert und der Erhalt teuer.

Krefeld wollte Öffnung für die Landwirtschaft erreichen

Nachdem die Städte Krefeld und Tönisvorst zunächst zugestimmt hatten, regte sich heftiger Widerstand betroffener Bürger – vor allem in Tönisvorst. Die Nachbarstadt setzte sich daraufhin erfolgreich für einen Kompromiss ein: Radfahrer, Fußgänger und Reiter sollen den nach dem Umbau nur noch 3,50 Meter breiten Übergang weiter nutzen können. Dieser wird mit einer Lichtsignalanlage und Schranken ausgestattet, die automatisch schließen, wenn ein Zug kommt. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt Tönisvorst. In Krefeld hatte sich die Politik dafür eingesetzt, dass auch Traktoren die Bahngleise an dieser Stelle weiter überqueren können. Die CDU stellte im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität im Juni 2019 einen Antrag, der auch befürwortet wurde.

Wie dazu die Stadtverwaltung jetzt mitteilt, sei die Stadt Krefeld nicht „kreuzungsbeteiligt“: Für die direkt angrenzenden Straßen südlich und nördlich des Übergangs sei die Stadt Tönisvorst zuständig. Und dort hatte man sich mit der DB Netz AG nur auf eine Offenhaltung für Radfahrer und Fußgänger geeinigt. Der entsprechende Umbau des Bahnübergangs Stein­heide ist voraussichtlich für 2021 vorgesehen.

Die von Krefeld gewünschte Umplanung, um den Übergang auch für den landwirtschaftlichen Verkehr freigeben zu können, sei nach erneuter Rücksprache mit der Stadt Tönisvorst ausdrücklich nicht erwünscht. Bereits in früheren Gesprächsrunden sei zudem der Hinweis gegeben worden, dass aus Richtung Norden kommend die Weiterfahrt nach dem Passieren des Bahnübergangs nur geradeaus gestattet ist. Das Linksabbiegen ist hier untersagt. Eine Bewirtschaftung der Felder könne daher nur über den Bahnübergang Widdersche Straße erfolgen.