Krefeld: Sechstklässler vor dem Schultor verprügelt

Anzeige gestellt : Sechstklässler vor Schultor in Krefeld verprügelt

Mitschüler sollen in einer Krefelder Schule auf einen Elfjährigen eingetreten haben. Die Polizei bestätigt, dass deswegen eine Anzeige gestellt wurde.

„Das ist kriminell“, habe nichts mit einer Rauferei zu tun, erklärt Jörg Senden. Laut den Ausführungen des Vaters ist sein elf Jahre alter Sohn am Montagnachmittag nach Schulschluss vor dem Schultor der Gesamtschule Kaiserplatz angegriffen worden. Mehrere Mitschüler hätten ihn zu Boden gebracht, ihn mit Schlägen und Tritten am Körper und auch am Kopf getroffen, habe der Elfjährige seinem Vater kurz nach dem Vorfall am Telefon erklärt.

Die Folge seien Schädel-, Hüft- und Rippenprellungen, erklärt Nadine Senden, die Mutter des Elfjährigen. Zudem gebe es den Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, berichtet der Vater weiter. Er habe ihn in ein Krankenhaus gebracht, das habe der Elfjährige aber glücklicherweise wieder verlassen können. Er solle aber beobachtet werden.

Auf die Situation vor dem Schultor am Montagnachmittag sei schließlich ein Lehrer aufmerksam geworden und habe eingegriffen. Die Mutter des Elfjährigen habe sich am Mittwochmorgen an die Polizei gewandt. Bei den Beamten wurde eine entsprechende Anzeige wegen Körperverletzung gestellt, bestätigte eine Sprecherin unserer Redaktion.

Die Schule wisse von dem Vorfall. Es werde „Konsequenzen“ geben, erklärt Kathrin Rengers, Leiterin der Gesamtschule Kaiserplatz, unserer Redaktion.

 Der Sohn habe von mehreren Siebtklässlern berichtet, die ihn überwältigten, erklärt Jörg Senden weiter. Zuvor sei es auf dem Schulhof zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Sendens Sohn, der eine sechste Klasse besuche, sei von einem der Mitschüler gehänselt worden. Der Elfjährige habe sich verbal gewehrt, einem Lehrer von dem Vorfall berichtet. Vor dem Schultor sei die Lage dann eskaliert. Ein Schüler sei von vorne auf ihn zugekommen und habe ihm gedroht, mit den Händen vor dem Gesicht des Elfjährigen „herumgefuchtelt“.

 Sein Sohn habe daraufhin zunächst die Hände des Gegenübers festgehalten, als mehrere weitere Schüler – laut Senden sollen es etwa fünf gewesen sein — ihn von hinten überwältigt hätten. Bevor er zu Boden gegangen sei, habe er sich mit einem Schlag gewehrt, einen der Schüler im Gesicht getroffen. Obwohl ihr Sohn auf dem Boden lag, hätten fünf Schüler auf ihn eingetreten, erklärt Nadine Senden. Die 33-Jährige spricht von einem „Gewaltausbruch“.

Bereits vor Monaten habe es einen Vorfall in einer Straßenbahn gegeben. Sein Sohn sei von Mitschülern aus der Bahn geschmissen worden, sagt Jörg Senden.