Jugend forscht Regionalwettbewerb Niederrhein im Seidenweberhaus verbindet junge Forscher und bietet Chancen für eigene Projekte Jugend forscht kürt junge Forscher

Krefeld · Der „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Niederrhein im Seidenweberhaus verbindet junge Forscher und bietet Chancen für eigene Projekte.

Kasimir Hadeler und Arthur Skupsch arbeiten an dem Projekt „Green Bike“. Ein Handy soll per Fahrtwind aufgeladen werden.

Kasimir Hadeler und Arthur Skupsch arbeiten an dem Projekt „Green Bike“. Ein Handy soll per Fahrtwind aufgeladen werden.

Foto: Andreas Bischof

Es wurde wieder geforscht, experimentiert und getüftelt. Unter dem Motto „Mach dir einen Kopf“ fand der Regionalwettbewerb Niederrhein von „Jugend forscht“  im Seidenweberhaus statt und ehrte dort die besten Projekte.  „Jedes Jahr wird ein neues Motto erarbeitet. Mach dir einen Kopf ist ein gängiger Begriff, um über Dinge nachzudenken und kreativ Lösungen zu suchen“, erklärte Dr. Ralf Wimmer, Regionalpate des Wettbewerbs. Seiner Meinung nach sei es vor allem der Austausch unter den jungen Forschern, der den Wettbewerb so besonders mache. „Von dem Austausch profitiert der Wettbewerb und so sehen wir, dass die meisten von Jahr zu Jahr wiederkommen und ihre Ideen weiter ausarbeiten. Dadurch stellt man eine gewisse Reife und Kreativität fest und ich glaube, dass das auch viel mit dem Austausch unter den Teilnehmenden zu tun hat“, hielt Wimmer fest.

So nahm zum Beispiel Mia Lotta Winkler vom Gymnasium Fabritianum in Krefeld bereits das zweite Mal am Wettbewerb teil. „Im letzten Jahr sind bei meinem Projekt noch ziemlich viele Fragen offengeblieben und deshalb wollten wir das Ganze noch einmal genauer untersuchen“, erklärte die Abiturientin. Mit dem Titel „Von der Sonne geküsst: Gehen Solarenergie und Landwirtschaft Hand in Hand?“ nahm sie gemeinsam mit ihrer Mitschülerin Sina Marzian an dem Wettbewerb teil. Die Teilnahme an „Jugend forscht“ war für die beiden eine ganz besondere Erfahrung. „Ich bin zum ersten Mal dabei“, erklärte Sina, „was ich besonders toll finde, ist, dass man sich das Projekt selber überlegen konnte und relativ eigenständig daran arbeitet. Sich hier jetzt die ganzen anderen Projekte anschauen und sich austauschen zu können, ist wirklich spannend und es ist toll, zu sehen, was es so alles für Projekte gibt.“

„Ich habe die Auswirkungen von einem natürlichen Antibiotikum auf Schimmelpilz erforscht“, erklärte Niklas Struck von der Montessori Gesamtschule, „das heißt, ich habe von Bienen hergestelltes Propolis als Tinktur genommen und auf Brote geträufelt. Propolis hemmt nämlich Pilz und so habe ich erforscht, ob die Tinktur Schimmel auf dem Brot verhindern kann.“ Das Projekt habe sein Interesse so sehr geweckt, dass er sich sogar dazu entschieden hat, ein Brot mit Propolis zu backen. „Das ist bisher auch noch nicht von Schimmel befallen, aber dafür ist es sehr hart und schmeckt nicht gut.“ Doch damit sei schon ein mögliches Thema für seine nächste Teilnahme am Wettbewerb gesichert. „Der Wettbewerb ist sehr interessant und macht viel Spaß. Ich würde definitiv noch mal mitmachen und weiter an meinem Projekt forschen. Vielleicht schaffe ich es dann, ein Brot zu backen, das man auch wirklich essen kann“, so der Zwölfjährige.

Einige Teilnehmer denken bereits an eine erneute Teilnahme

Auch für die Teilnehmer Kasimir Hadeler und Artur Skubsch vom Gymnasium Fabritianum steht fest, dass sie noch ein weiteres Mal an dem Wettbewerb teilnehmen wollen. „Es ist schön, hier durch die Gegend zu laufen und sich mit den anderen Forschern auszutauschen. Ich habe definitiv vor, noch mal mitzumachen.“ Mit ihrem Projekt „Greenbike“ haben sich die beiden damit befasst, ein Handy mit dem Fahrrad und dem entstehenden Fahrtwind aufzuladen. „Ich finde es cool, dass man seine eigene Idee umsetzt und daran forschen kann. Einem sind keine Grenzen gesetzt und das macht es ziemlich spannend.“

Neben der Präsentation der Projekte gab es ein Rahmenprogramm mit Musik und einer Drohnen-Show des Technik-Magiers Jean Olivier. Mit dabei auch die Mediothek Krefeld, die eine „Chill Lounge“ anbot. „Der Tag ist sehr aufregend für die Kinder und da können sie hier ein bisschen chillen und Kontakte knüpfen“, erklärte Mitarbeiterin Anja.

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