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Krefeld: Schlammschlacht um den Sollbrüggenpark

Unparteiisch : Schlammschlacht um den Sollbrüggenpark

FDP kritisiert mangelnde Koordination zwischen Stadt und KBK.

Der Vorwurf Der FDP-Stadtbezirksverband Ost wirft der Stadt und dem Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) in einer Pressemitteilung „Versagen“ im Zusammenhang mit der Entschlammung des Wassergrabens um die Musikschule am Sollbrüggenpark vor. Der Bezirksvorsitzende Alexander Schmitz erkläre hierzu: „Die Situation ist ein Paradebeispiel für die Handlungsunfähigkeit und offensichtliche Unkoordinierbarkeit bei der Aufgabenverteilung von Stadt und KBK.“

Der Zusammenhang Seit Jahren steht fest, dass der Wassergraben um die Musikschule am Sollbrüggenpark entschlammt werden muss. Bereits 2015 machten zwei Schüler im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ auf die mangelnde Wasserqualität aufmerksam. Seither wurde viel geredet und auch Geld gesammelt. Im Herbst 2018 hoben zwei kleine Bagger in einem ersten Handlungsversuch rund 60 Tonnen Schlamm aus dem Wasser. Seither ist nichts mehr geschehen. Entsprechende Beschlüsse seien aber bereits gefasst, so die FDP. Die Entschlammung solle durch den Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) erfolgen – dieser sei bisher allerdings nicht aktiv geworden. Einer der Vorstände der KBK habe in der Bezirksvertretung Stellung nehmen sollen, dieser habe den Termin jedoch nicht wahrnehmen können. Stattdessen sei Kathrin Gardner, Leiterin des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, anwesend gewesen, habe aber zum Stand der Arbeiten nichts sagen können. Die Liberalen fordern, dass das Problem nun „schnellstmöglich“ angegangen werde. „Das ist die Stadt auch den zahlreichen Bürgern und Initiativen schuldig, die für die Entschlammung des Grabens Geld gesammelt haben und somit den ersten Teil der Entschlammung praktisch aus eigener Tasche finanziert haben“, so Schmitz.

Die Bewertung Tatsächlich zeugt die Vorgehensweise, beziehungsweise ausbleibende Aktivität im Falle des verschlammten Grabens im Sollbrüggenpark nicht von einem guten Ineinandergreifen von Stadt und Kommunalbetrieb. Ehrlicherweise muss betont werden, dass bereits einige Jahre vergangen sind, bevor überhaupt etwas beschlossen wurde. Aber tatsächlich ist es nicht die erste Gelegenheit, bei der die Stadt auf beschlossene Maßnahmen verweist, diese aber von der KBK nicht oder erst sehr viel später umgesetzt werden. Jüngstes Beispiel: Das Errichten von Pollern an der Rheinstraße um das Wildparken zu verhindern. Das Auslagern städtischer Aufgaben in einen separaten, nämlich den Kommunalbetrieb sollte nicht dazu führen, dass man Dinge beschließt und bei ausbleibender Umsetzung mit dem Finger auf den KBK zeigt. Bessere Koordination ist wünschenswert.