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Krefeld: Regionalvikar Schmitz nach kurzer Krankheit gestorben

Kirche : Regionalvikar Heiner Schmitz gestorben

Die Betroffenheit über den plötzlichen Tod des beliebten Geistlichen in Krefeld ist groß.

Pfarrer Heiner Schmitz, Regionalvikar der Region Krefeld, ist am Montag am frühen Abend nach kurzer Krankheit gestorben. „Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod traf uns alle unerwartet“, sagt Aachens Bischof Helmut Dieser. „Noch am Montag haben wir gehofft, dass eine Genesung möglich sei. Sein Tod ist ein schmerzlicher Verlust für uns und für seine Angehörigen. Heiner Schmitz hinterlässt eine große Lücke im Bistum, in der Region Krefeld und im Domkapitel. Wir verlieren einen beliebten Mitbruder, geschätzten Kollegen und engagierten, überzeugten und überzeugenden Priester. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihm und seinen Angehörigen.“

Der 63 Jahre alte Geistliche war 2017 aus Aachen, wo er seit 2002 Leiter der Hauptabteilung Pastoralpersonal war und seit 2003 auch stellvertretender Generalvikar, nach Krefeld gewechselt. „Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, ich würde heute hier sein, dann hätte ich wohl sehr erstaunt ausgesehen. Doch ich komme auch als wohlmeinender Störenfried. Und bitte Sie, auch mich zu stören, wenn ich anfange bequem zu werden“, sagte er bei seiner Einführung an St. Dionysius am 9. Oktober 2017. Ein halbes Jahr später war er zum Regionalvikar ernannt worden, eine neu geschaffene Funktion als Ersatz für die Aufgabe eines Dekans.

In Krefeld war die Stelle des Dekans seit acht Jahren unbesetzt gewesen. Johannes Sczyrba hatte in diesem Amt unter anderem deshalb nicht weitermachen wollen, weil er gerade im Sparprozess des Bistums – der im Jahr 2000 begann – mit den Umstrukturierung der Pfarren das Mitspracherecht der Gemeinden vermisste. Dass sich seit 2010 kein Priester mehr fand, der als katholisches Oberhaupt der Region Krefeld agieren wollte, schreiben Beobachter auch diesem Aspekt zu; andererseits den stetig wachsenden Aufgaben der Pfarrer.

Die Betroffenheit über den plötzlichen Tod des beliebten Geistlichen in Krefeld ist groß. Seit Oktober 2018 arbeitete Katholikenrat-Vorsitzender Hans-Joachim Hofer mit ihm im Regionalteam zusammen. Er sagt in einer ersten Stellungnahme, kurz nachdem er die Nachricht erhalten hat: „Ich bin sehr bewegt und tieftraurig, dass Herr Schmitz uns so früh verlassen musste. Es war ein kurzes segensreiches Wirken in den Regionen Krefeld und Meerbusch. Er hat mit sehr viel Umsicht, Empathie und Sachverstand gearbeitet und schon viel bewegt.“

Er habe die Christen der Region erfolgreich aufgefordert, an der Entwicklung der synodalen Prozesse mitzuarbeiten. „Sein Tod trifft uns mitten im Verfahren, von dem wir Strukturveränderungen in der Kirche erwarten. Er hat die Laien mit ihren umfangreichen Aufgaben stets unterstützt und war immer ein guter Ratgeber und Freund. Wir haben von ihm viele Sympathien erfahren.“

Der Hülser Pfarrer Paul Jansen hatte die Aufgaben des Regionaldekans vor dem Amtsantritt von Schmitz übernommen. Die Geistlichen waren langjährige Weggefährten. „Wir haben beide in Innsbruck und Bonn studiert. In Österreich habe ich sein Zimmer innerhalb des Freiseminars übernommen. Das war 1982. Dann war er 15 Jahre lang mein Personalchef.“

Der Tod von Heiner Schmitz sei ein ungeheurer Verlust, da er mit seiner theologischen Kompetenz frischen Wind in die Region gebracht habe. Jansen: „So hat er die Konferenz der sechs GdG-Leiter ebenso ins Leben gerufen wie die Zusammenkunft der GdG-Ratsvorstände. Beim letzten Treffen am 21. März klagte er bereits über Unwohlsein und eine mögliche Erkältung.“ Für den Hülser Pfarrer war Heiner Schmitz ein sehr guter Seelsorger, der vor allem gut zuhören konnte. „Er hatte eine menschlich sehr gewinnende Art.“