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Krefeld: Politikerin will auch Fassadenbegrünung fördern lassen

Klima in Krefeld : Matthias freut sich auf grüne Dächer

Angeregt wird auch Förderung von Fassadenbegrünung.

Schon seit Jahren kämpft Heidi Matthias, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, für mehr Dach- und Fassadenbegrünung in Krefeld. Lange ist sie dafür belächelt worden. Um so mehr freut sie sich jetzt darüber, dass ihr Einsatz endlich Erfolg hat: Im Bauausschuss werden am Mittwoch die Leitlinien vorgestellt, die von der Stadt zum Ausbau von Dachbegrünung erarbeitet worden sind.

„Die Verwaltung unterstreicht in ihrer Vorlage die Schlüsselrolle von Dachgärten bei der Schaffung neuer innerstädtischer Grünflächen ohne Bodenverbrauch, stellt die Vorteile der Dachbegrünung dar und stellt heraus, dass die zunächst höheren Kosten für den Bau eines Gründaches sich im Laufe der Jahre relativieren“, sagt Matthias. Nun müsse man sehen, ob die Vorlage ausreiche, künftig Dachbegrünung bei sämtliche Neubauten zu standardisieren. Auf jeden Fall sollte es aus ihrer Sicht eine Informationsbroschüre sowie Infos auf der Website der Stadt zu dem Thema geben.

Zu einem möglichen Erlass von Abwassergebühren für Regenwasser hält sie fest: „Der jetzt schon praktizierte Gebührenerlass als Einzelfallentscheidung sollte unbedingt standardisiert werden.“ In manchen Kommunen werde das schon praktiziert. So erlasse Heidelberg 100 Prozent und Duisburg 60 Prozent dieser Gebühren, da grüne Dächer durch die verzögerte Ableitung von Niederschlagswasser und ihre Verdunstungsleistung zur Reduktion von Wetterextremen beitrage und die Kanäle entlaste.

Eine Fassadenbegrünung sollte als freiwillige Maßnahme zusätzlich zu einer Dachbegrünung installiert werden, sagt Heidi Matthias. „Die Stadt sollte hier – wie von uns seit Jahren gefordert – ein Förderprogramm mit Hilfe von Landesmittel auflegen.“ WD