Krefeld: Null Toleranz bei Ignoranz

Meinung : Null Toleranz bei Ignoranz

Dreckige Straßen, beschmierte Wände und Sitzgelegenheiten, Trinkgelage im öffentlichen Raum – das alles schmälert die Aufenthaltsqualität in der Stadt. Und das nimmt zu.

Dreckige Straßen, beschmierte Wände und Sitzgelegenheiten, Trinkgelage im öffentlichen Raum – das alles schmälert die Aufenthaltsqualität in der Stadt. Und das nimmt zu. Gutes Benehmen, Rücksicht aufeinander und pflegliches Umgehen mit Allgemeingut sind ein Verhalten, das immer mehr Menschen anscheinend nicht mehr kennen. Wer Andere auf der Straße darauf anspricht, wird in vielen Fällen belächelt oder sogar beschimpft.

Der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani hat Anfang der 1990er-Jahre deshalb die Nulltoleranzstrategie ausgerufen. Wer bei Rot über die Ampel ging, Abfall auf die Straße warf, betrunken oder unter Drogen sich auffallend benahm, wurde umgehend bestraft. Mit Erfolg.

Die Regeln des Zusammenlebens in einer Stadt wurden wieder ernstgenommen und auch respektiert. Ansonsten musste der Verursacher die Konsequenzen für sein Fehlverhalten tragen.

Ist zu hoffen, dass diese Wirkung auch in Krefeld eintritt. Dazu muss vor allem aber auch ausreichend städtisches Personal in der Stadt unterwegs sein, um Verstöße zu ahnden. Ansonsten bleibt das nur eine Wahlkampfnummer.

 yvonne.brandt@wz.de

Mehr von Westdeutsche Zeitung