Krefeld: Neues Konzept für das Café Paris am Theaterplatz

Gastronomie : Neues Konzept für das Café Paris am Theaterplatz

Detlef Krengel leitet die Gastronomie seit April dieses Jahres. Bei Musik-, Konzert- und Theaterveranstaltungen ist das Lokal künftig bis 23 Uhr geöffnet.

Im Dreieck von Seidenweberhaus, Mediothek und Theater liegt das Café Paris. Detlef Krengel hat es im vergangenen April von Ina Coelen übernommen — und will es nun mit neuem Leben füllen. Besser gesagt, mit Kultur, passend zu seinen Nachbarn. Dazu hat er Ideen und Wünsche seiner Gäste aufgegriffen, die beispielsweise nach dem Besuch des Theaters gerne noch den Abend genussvoll in seinen Räumen ausklingen lassen möchten.

Alle zwei Wochen gibt es
ein Musikprogramm

Krengel ist Gastronom aus Leidenschaft, dennoch muss er von seiner Arbeit leben. Seine Erfahrungen helfen ihm dabei. Vier Monate lang hat er im vergangenen Jahr die Gastronomie die Bewirtung im Kaiser-Wilhelm-Museum übernommen. Ein rentables Café ist dort aber ohne großen Zulauf und voll funktionsfähiger Küche nicht möglich, nach seinen Worten. Es fehlte ihm schlicht die Kundschaft. In der Nähe, auf der Marktstraße 58, betreibt er erfolgreich seine Baguetterie. Dort hat er begonnen, seine eigene Marke „Simply Food“ mit dem Äpfelchen als eigenes Logo anzubieten. Frisch zubereitete Quarkspeisen und Desserts aus regionalen Produkten. Die gibt es inzwischen auch im Café Paris.

Bunte Dreiecke sind demnächst das Erkennungszeichen des Kultur-Café Paris, ob auf der Tür, auf der Speise- und Getränke-Karte oder als Deko und Mobile im Inneren. Dreiecke in Anlehnung an die räumliche Nähe zu Krefelds großen Kultureinrichtungen. Gemeinsam mit Joachim Watzlawik, der in der Vergangenheit verschiedene Kultur-Reihen im Kulturpunkt der Friedenskirche, in der Jüdischen Gemeinde oder im vor kurzem geschlossenen Café Lilou organisiert hat, startet im Kultur-Café Paris am Mittwoch, 28. August, um 19 Uhr die neue Musikreihe unter den Namen „Mittendrin“ mit der Band „The Kirks“. Die spielt Oldies. „Eintritt nehme ich nicht, aber einen Solidarbeitrag von fünf Euro wegen der Kosten“, sagt Krengel.

 „Alle zwei Wochen, immer mittwochs ab 19 Uhr, sind Musikveranstaltungen geplant. „Von akustischer Musik, über Klassik bis hin zu Rockbands“, so Krengel. Interessierte Musiker können sich bei ihm oder Joachim Watzlawik melden.

Nach den Sommerferien wird der Gastronom die Öffnungszeiten ausweiten. Bei Musik-, Konzert- und Theaterveranstaltungen ist das Café künftig bis 23 Uhr geöffnet. „Nach der Theateraufführung können die Besucher auch noch um 22 Uhr, warme, leichte Gerichte und Getränke bei uns bekommen, nicht nur vorher und in der Pause“, sagt Krengel. Die übrigen Öffnungszeiten wird er ebenfalls erweitern: dienstags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr, samstags und neuerdings auch sonntags von 9.30 bis 16 Uhr. Sonntags wird es neben selbst gebackenen Kuchen morgens auch einen Frühstücks-Brunch geben.

Auf diese Weise hofft er, neues und vor allem mehr Publikum anzusprechen. Ebenso wie seine Baguetterie für 20 Personen, will er auch das Kultur-Café künftig für private Anlässe wie Geburtstags- und Hochzeitsfeiern, Kommunion oder auch Beerdigungs-Café einschließlich Catering und Service vermieten.

Den Krefeldern wird er sich ab Freitag bis Sonntag bei „Jetzt tanzen alle Puppen“ auf dem Theaterplatz vorstellen. An dem Stand von Viktor Furth wird er Schlüffken, Alt und Pils ebenso verkaufen wie selbst gemachten Rheinischen Kartoffelsalat mit Frikadellen und veganen Nudelsalat. Auch seine eigenen Quarks und das Eis des Sylter Eiscafés sind mit im Angebot. Beim Electric-Mushroom-Festival am 6. und 7. September übernimmt Krengel die Versorgung im Backstage-Bereich.

Mit diesem Engagement hofft er, neue Kunden zu gewinnen, die ihm während der einmonatigen Schließung im Rahmen der Gastronomie-Übergabe nach eigenen Worten verlorengegangen sind. Mit einem wöchentlich wechselnden Mittagstisch, geänderten Öffnungszeiten und der neuen Musikreihe will er künftig mittendrin sein – in der gastronomischen Welt Krefelds.

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