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Krefeld: Neuer Technologiepark an der Untergath?

Mehrere Varianten vorgestellt : Neuer Technologiepark an der Untergath?

Die Verwaltung hat nun einen Entwurf vorgelegt. Der Rat soll bald über Aufstellung eines Bebauungsplans entscheiden.

Auf der Freifläche westlich des Fabrikgeländes der Evonik AG zwischen Feldstraße und Untergath soll ein Innovations- und Technologiepark entstehen. Das teilte die Verwaltung während der Sitzung der Bezirksvertretung Süd mit. Der Stadtrat soll diesbezüglich am 23. Juni den Beschluss fassen, einen Bebauungsplan (Nr. 840) aufzustellen.

Vorberatend werden der Ausschuss für Stadtplanung und der Haupt- und Beschwerdeausschuss tagen. Durch einen Eigentümerwechsel werde eine Neustrukturierung des Geländes angestrebt, schreibt die Stadt. Der bisherige Besitzer habe das „Potential mehrheitlich nicht ausgenutzt.“ Das zur Debatte stehende Vorhaben erfordert, dass die Fläche ein Gewerbestandort mit der Mischung Forschung, Lehre und Arbeit wird. Im Flächennutzungsplan der Stadt ist das Areal mehrheitlich noch als Industriegebiet und Park eingetragen.

Auf dem neuen Campus sollen jeweils zwei Plätze mit umliegenden Gebäuden entstehen, die diese quasi einrahmen. Labore etwa, aber auch Büros und Räume für die Lehre könnten dort angesiedelt werden. Daneben eine Mensa und ein Parkhaus. Es gibt verschiedene Varianten der baulichen Umsetzung. Klar wird, dass es wohl einen nördlichen Komplex und einen südlichen Teil geben wird, die aber durch eine zentrale Erschließungsstraße verbunden sind. Neben Riegeln oder geschlossenen Blöcken mit Innenhöfen sei auch der Bau mit Kammstruktur denkbar, von eingeschossigen Bauten bis Hallenstrukturen sei alles möglich.

Kurze Wege zwischen den Gebäuden sollen entstehen

Ziel sei es für die individuellen Nutzungen und Anforderungen möglichst viel Spielraum zu lassen. Der neue Campus soll zudem den Fuß- und Radverkehr sowie Angebote des Carsharings begünstigen. Er wird über eine Straße zur Untergath angeschlossen, im Osten an den Bäkerpfad am Werksgelände der Evonik AG. Eine bis zu sieben Meter breite Fahrbahn soll an den Seiten über Stellplätze und Gehpfade verfügen. Kurze Wege zwischen den Gebäuden sollen durch eine kleinteilige Bebauung ermöglicht werden. Immer noch sollen genügend Freiflächen übrig bleiben, um zum „Wohlbefinden und kommunikativen Austausch“ beizutragen, wie es in dem Entwurf und der Vorlage der Verwaltung heißt.

Das Plangebiet umfasst etwa fünf Hektar Land. Es reicht im Norden an eine Grünfläche an der Feldstraße, im Osten grenzt es an den Bäkerpfad und das Fabrikgelände, im Süden an die Untergath und im Westen an Grundstücke einer Stichstraße, die zur Untergath führt. Das größtenteils noch ungenutzte Areal, auf dem der Technologiepark entstehen könnte, ist mehrheitlich durch Rasenfläche gekennzeichnet. Ein Parkplatz und eine zu der Evonik AG gehörende Kantine sowie ein Rechenzentrum sind die einzigen Vorbauten auf dem Gelände. Die Kantine soll durch die geplante Mensa ersetzt werden. Im Rahmen des Verfahrens soll zudem noch eine umfassende Umweltprüfung erstellt werden. Sollte der Bebauungsplan ins Leben gerufen werden, würden dafür andere frühere Bebauungspläne innerhalb des Geltungsbereiches außer Kraft treten.