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Krefeld: Neuer Kunstrasen im Sportpark Oppum 

Kunstrasenplatz : Neuer Kunstrasen im Sportpark Oppum 

Der 20 Jahre alte Platz am Holderspfad ist für 215 000 Euro ausgetauscht worden.

Der Sportpark Oppum hat schon einige ehrenwerte Gäste begrüßt. Die dänische Fußball-Nationalmannschaft kehrte hier ein vor dem Länderspiel gegen die Deutschen im Jahr 2007. Auch das deutsche Frauen-Team bereitete sich dort ein paar Tage lang für einen Vergleich mit Italien vor, der dann am 3. August 2006 mit 5:0 in der Grotenburg gewonnen wurde. Immer mal wieder hat auch der heutige Drittligist KFC Uerdingen die Rasenflächen am Holderspfad genutzt, hatte dort vor drei Jahren sogar sein Trainingszentrum aufgebaut. Der alte und sichtlich abgenutzte Kunstrasenplatz jedoch wurde von den Profis schon nicht mehr bespielt. Das könnte sich in Zukunft wieder ändern, denn in Oppum liegt nun der neben dem im Sportpark am Löschenhofweg  wohl modernste Kunstrasen in Krefeld.

20 Jahre nach der ersten Verlegung ist der Platz nun binnen sechs Wochen runderneuert worden für eine Summe von 215 000 Euro. Eine Nachricht, die auch Stadtdirektor Markus Schön erfreut, der das Feld zusammen mit Sportamtsleiter Oliver Klostermann und Andreas Horster, Vorstand im Kommunalbetrieb, dem SV Oppum und seinem Vorsitzenden Axel Müller übergab. „Das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk für Krefeld“, sagte Schön.

Die Erneuerung des Oppumer Grüns dient auch aus Sicht der Stadt als Beispiel dafür, dass die Modernisierung der Krefelder Sportanlagen, vor allem aber die Ausstattung mit Kunstrasenflächen, vorankommt, auch wenn es noch eine längere Zeit dauern dürfte, bis die heutzutage bei Eltern und Kindern unbeliebten Tennenplätze ausgetauscht sind. Dabei habe der Kommunalbetrieb sogar weniger Geld  verbaut als ursprünglich eingeplant, wie Markus Schön lobend hervorhob. Gut 100 000 Euro blieben somit im Stadtsäckel übrig für andere Maßnahmen.

Auch andere Kunstrasenplätze sollen bald überholt werden

„Der neue Kunstrasen ist ein großer Vorteil für uns gegenüber anderen Vereinen, die noch keinen haben“, sagt Axel Müller. Kunstrasenplätze machten heute einen Großteil der Attraktivität eines Fußballvereins aus. Gute Nachrichten also für die 500 Mitglieder im SV Oppum, der 19 Mannschaften für Erwachsene, Kinder und Jugendliche stellt. Die schlechte Nachricht ist jedoch: Wegen der Corona-Pandemie ist derzeit für Amateure kein Sportbetrieb möglich.

Einen ökologischen Vorteil hat die neueste Kunstrasengeneration auch: Es wird nicht mehr Granulat aus Altreifen auf dem Geläuf verstreut, sondern Sand. Auch andere in die Jahre gekommenen Kunstrasenplätze sollen in naher Zukunft überholt werden, wie Oliver Klostermann sagte, so wie der auf der Bezirkssportanlage in Fischeln: „Er ist erneuerungsbedürftig. Der Austausch wird in absehbarer Zeit auch passieren.“ Einen neu angelegten Kunstrasen soll es in 2021 an der Horkesgath geben. Die Stadt wartet derzeit noch auf den Förderbescheid für Landesgelder. Dann soll es losgehen.