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Krefeld: Linke fordert freien Museums-Eintritt für alle Schüler

Kultur : Gratis ins Museum auch mit 19

Un-Parteiisch Die Linke will das Angebot auf alle Schüler ausweiten.

Der Antrag Die Linke-Fraktion stellt im Kultur- und Denkmalausschuss am Donnerstag, 23. Januar, einen Antrag zum Thema Museums-Eintritt. Es soll darüber abgestimmt werden, ob der freie Eintritt in Krefelder Museen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erweitert wird auf alle Krefelder Schüler, die einen Schülerausweis besitzen. „Es gibt viele Krefelder Schülerinnen und Schüler, die älter sind als 18 Jahre“, lautet die Begründung. „Wenn sie die Oberstufe besuchen und das Abitur machen, haben sie beispielsweise häufig schon das Alter von 19 Jahren oder darüber erreicht. Trotzdem ist ihre Situation dieselbe wie die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. Für sie sollte daher ebenfalls freier Eintritt in die Krefelder Museen gelten.“

Der Kontext Die Stadt möchte mehr Kindern und Jugendlichen Zugang zu den Bildungsangeboten der Stadt ermöglichen. Junge Menschen unter 18 Jahre können zunächst im Jahr 2020 die Museen kostenfrei besuchen und die Mediothek ohne Jahresgebühr nutzen. Im Verlauf des Jahres soll der Versuch evaluiert werden, dann entscheiden die Politiker, ob Museen und Mediothek dauerhaft kostenfrei für Menschen unter 18 Jahren sein sollen.

Die Bewertung Die Grundidee des freien Eintritts ist gut, der Antrag der Linken gerechtfertigt. Es erstaunt fast, dass Schüler über 18 Jahren bislang von dem kostenfreien Angebot ausgenommen bleiben sollten, da diese doch tatsächlich in der Regel finanziell noch nicht besser aufgestellt sind als 17- oder 18-jährige Schüler. Mit ihrem Antrag wird die Linke ihrem Profil gerecht, soziale Ungleichheiten zu erkennen und anzuprangern. Zudem wird der Vorschlag vermutlich nur geringe finanzielle Einbußen für die Museen nach sich ziehen, da 19-jährige Schüler zum einen bislang nicht die stärkste Besuchergruppe gebildet haben werden und zum anderen der Besuch eines Cafés oder das Mitbringen von zahlenden Begleitpersonen im Gegenteil sogar zusätzliche Einnahmen generieren könnten. Man darf also davon ausgehen, dass der Antrag der Linken keine schlechten Chancen hat, angenommen zu werden.