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Krefeld-Lehmheide: Was im Südbezirk gut läuft — und was nicht

Überblick : Was im Südbezirk gut läuft — und was nicht

Der Bürgerverein Lehmheide macht beim Neujahrsempfang klar, welche Herausforderungen es gibt.

Die Nachricht, dass das „Horrorhaus“ an der Alten Gladbacher Straße nun endlich renoviert und umgebaut werden soll, stellte Bernd Albrecht an den Anfang seiner Rede. „54 Eigentumswohnungen sollen entstehen, wir konnten es gar nicht glauben.“ Das Haus hatte oft für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Der Vorsitzende des Bürgervereins Lehmheide gab beim Neujahrsempfang einen Überblick über die guten und auch weniger guten Entwicklungen im Südbezirk.

Rund 100 Gäste, darunter Politiker jeglicher Couleur, gaben sich neben vielen Bürgern ein Stelldichein im vollen Südbahnhof. Dringenden Handlungsbedarf sieht Albrecht beim berühmt, berüchtigten Haus Vennfelder Straße 40, das einst ein Bordell beheimatete. „Es gammelt vor sich hin, ebenso das Haus an der Ecke Kölner-/Saumstraße. Das Haus Spinnereistraße 25 ist ausgebrannt. Wann tut sich da etwas?“ Ebenso fragt der Vorsitzende in seiner Rede, wieso ausgerechnet der Bunker an der Seyffardstraße wegen „Einsturzgefahr“ eingezäunt sei? „Wir konnten bisher nichts erfahren.“

Beispiele für gute Entwicklungen gebe es mit Neubauten an der Martinstraße und am Vom-Bruck-Platz, und freut sich auch über die neuen Kitas an Ispelsstraße und am Lutherplatz. „Mit der zuletzt genannten eröffnete die größte Kita in NRW. Sie hat sieben Gruppen.“ Nun hoffen die Bürger im Südbezirk, dass sich die Situation im Umfeld, am Lutherplatz, bessert. „Ob sich ein Alkoholverbot dort durchsetzen kann?“, fragt er.

Unruhe erwarte die Bürger, wenn die Bebauung im Nachbarbezirk Tackheide umgesetzt wird: „Der gesamte Verkehr soll dann über die Vorster Straße fließen und damit im Bereich Heideckstraße/Nauenweg die Staus noch erweitern. Das wird auch die Umgebung der Kurt-Tucholsky-Schule tangieren.“

Dann wirbt Albrecht für die vielen Kultureinrichtungen im Bezirk: Südbahnhof, Fabrik Heeder, Theater „hintenlinks“, Jugendtheater Kresch oder auch die Lutherkirche. Dazu betont er, dass die Hochschule Niederrhein ein Konzept zur Stärkung der lokalen Ökonomie in drei ausgewählten Stadtquartieren anstrebe. In Krefeld sei es nur der Südbezirk. Bürgermeisterin Gisela Klaer sagte, dass die vielen engagierten Menschen in den Bürgervereinen das Salz in der Gesellschaft seien. Sie wüssten, was die Menschen zusammenhält.