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Krefeld: Lange Wartezeiten bei der Kfz-Zulassung

Straßenverkehrsamt : Lange Wartezeiten bei der Kfz-Zulassung

Wer in Wochen der Corona-Einschränkungen ein Fahrzeug beim Straßenverkehrsamt zulassen will, braucht häufig Geduld. Wie bei vielen anderen Behörden ist der Publikumsverkehr eingeschränkt, der Betrieb findet unter Auflagen statt – mit spürbaren Folgen.

Darauf verweist der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) Nordrhein. „Unsere Mitglieder berichten uns von langen Wartezeiten, wenn man aktuell beim Straßenverkehrsamt in Krefeld direkt einen Termin bekommen möchte“, teilt ein Sprecher der Autofahrer-Vertretung mit. Derzeit würden Termine erst ab Ende Juni angeboten.

Lange Wartezeiten beim Amt an der Elbestraße? Da dürften viele Krefelder aufmerken. Schon vor der Corona-Pandemie kam dieser Standort immer wieder durch den schleppenden Betrieb ins Gespräch. „Personelle Engpässe waren vornehmlich in der Führerscheinstelle vorhanden. Die Situation hat sich zwar entspannt, es sind jedoch noch weitere Stellen zu besetzen“, teilt die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion mit.

 Kurz vor Ende der Mittagspause warten schon viele Krefelder auf den Einlass.
Kurz vor Ende der Mittagspause warten schon viele Krefelder auf den Einlass. Foto: Jochmann, Dirk (dj)

Hoffnung auf Lockerungen
macht die Stadt nicht

Bei der Kfz-Zulassung bemühen sich die Mitarbeiter demnach, mit den Widrigkeiten umzugehen. „Im Hinblick auf die weiterhin geltenden Abstandsregeln und zur Vermeidung von unkontrollierbaren Menschenansammlungen werden Anträge zunächst nur nach vorheriger Terminabsprache entgegengenommen“, teilt die Verwaltung mit. Das schränke den Betrieb ein. Das heißt: Privatkunden rufen die Zulassungsstelle erstmal an. Am Telefon wird ihnen erklärt, welche Unterlagen sie mitbringen müssen. Da sie in keinem direkten Kontakt mit dem Sachbearbeiter stehen werden, ist es beispielsweise nicht möglich, vor Ort ein Wunschkennzeichen auszusuchen.

Hoffnung darauf, dass es in diesem Bereich bald Lockerungen gibt, macht die Stadt nicht. „Zum Schutz der Kunden, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Abstandsregeln weiterhin einzuhalten“, so die Stadt. Dies bedeute, dass das Publikumsaufkommen innerhalb und auch außerhalb des Gebäudes gesteuert werden müsse. Darüber hinaus würden weiterhin täglich Anträge für Zulassungsdienste und Autohäuser angenommen, da diese Zulassungen für viele Kunden gleichzeitig und kontaktlos einreichen können. „Diese Zulassungen werden sukzessive abgearbeitet“, so der Stadt-Sprecher.

Für die nächste Zeit gilt: „Sobald die arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben im Hinblick auf den Infektionsschutz am Arbeitsplatz eingehalten werden können, werden auch die Terminvergaben weiter ausgebaut.“ Die aktuellen Anforderungen und Auflagen scheinen einige Bürger zumindest so sehr zu stören, dass der ADAC darin ein Geschäft sieht. In Kooperation mit dem Tüv Rheinland Plus bietet der Club einen Kfz-Zulassungsservice für Privatfahrzeuge an. Bei diesem übernehmen die Anbieter den Kontakt zur Zulassungsstelle.