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Krefeld: Kleinkind aus Auto in Düsseldorf befreit - was über den Fall bekannt ist

Jugendamt besuchte Familie : Kleinkind aus Krefeld aus Auto in Düsseldorf befreit: Was über den Fall bekannt ist - und was nicht

Das Jugendamt in Krefeld hat die Familie einer Dreijährigen aufgesucht, die von der Polizei aus einem Auto in der Düsseldorfer Altstadt befreit werden musste. Die Mutter feierte wohl in der Altstadt.

Nach der Befreiung eines dreijährigen Mädchens aus einem Auto in der Düsseldorfer Altstadt hat die Polizei einen Bericht an den Fachbereich Jugendhilfe der Stadt Krefeld geschrieben, da Mutter und Kind in Krefeld wohnhaft sind. Mitarbeitende des Teams Kindeswohl des Fachbereichs haben Montagnachmittag einen Hausbesuch bei der Familie gemacht. „Um zu überprüfen, ob eine Unterstützung oder gegebenenfalls andere Maßnahmen erforderlich sind“, erklärt eine Stadtsprecherin.
Laut Düsseldorfer Polizei prüfe außerdem das dortige Fachkommissariat, ob eine mögliche Straftat wie Kindesmisshandlung oder Vernachlässigung in dem Fall vorliegt.

Was bisher bekannt ist: Aufmerksame Passanten hatten Samstagnacht um 3.15 Uhr in der Düsseldorfer Altstadt die Polizei alarmiert, weil ein Kleinkind alleine in einem Auto saß und weinend gegen die Scheiben schlug, um auf sich aufmerksam zu machen. Die herbei geeilten Beamten schlugen die Scheibe ein, um das dreijährige Mädchen retten zu können. Etwa eine halbe Stunde später erschien laut Polizei die deutlich alkoholisierte Mutter und ein Begleiter (der Fahrer des Autos). Sie hatten offensichtlich zuvor die Altstadt aufgesucht. Die 23-Jährige Erziehungsberechtigte hatte laut Atemalkoholtest einen Wert von fast zwei Promille, ihr Begleiter null Promille.

Wie lange in dieser Nacht das Mädchen insgesamt alleine in dem Wagen saß, ist laut Polizei ungeklärt. Nach Zeugenaussagen sei sie bis zum Eintreffen der Polizei mindestens eine Stunde alleine in dem Auto gewesen. Die junge Frau sei bei ihrer Rückkehr laut Polizei uneinsichtig gewesen und habe die Maßnahmen der Polizei eher belustigt zur Kenntnis genommen. Es habe aber auch massive sprachliche Verständigungsprobleme gegeben. Weitere Aussagen zu dem Vorfall will die Stadt Krefeld aus Datenschutzgründen und zum Schutz der jungen Familie nicht machen.

(yb)