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Krefeld: Kitas und Schulen stoßen bei Notbetreuung an ihre Grenzen

Corona-Pandemie in Krefeld : Kitas und Schulen stoßen bei Notbetreuung an ihre Grenzen

Kinder mit besonderem Förderbedarf dürfen ab Donnerstag wieder in den Kindergarten. Doch bereits jetzt seien die städtischen Einrichtungen mit 85 Prozent ausgelastet.

Die Lockerungen bei den Anti-Corona-Maßnahmen gehen weiter. Ab Donnerstag sollen auch die Vorschulkinder mit besonderem Förderbedarf sowie ferner Kinder mit Behinderungen wieder in die Kindertagesstätten. „Wenn wir das so umsetzen bei der Notbetreuung, dass nicht mehr als fünf Kinder in der Gruppe derzeit Standard sind, stoßen wir so langsam an unsere Grenzen“, sagt Beigeordneter Markus Schön. Bereits jetzt seien die städtischen Einrichtungen mit 85 Prozent ausgelastet. Auch personell wird es mit der derzeitigen Besetzung eng, denn Erzieherinnen über 60, die zur Risikogruppe gehören, ebenso wie die mit Vorerkrankungen, sind derzeit nicht im Einsatz.

Ab Donnerstag können laut Schön theoretisch 813 Kinder wieder in eine städtische Kita gehen, bei den freien Kitas sind das 935. „Wir als Stadt sind mit 488 aber schon ausgelastet“, sagt Schön.

Auch in den Grundschulen wird es weitere Lockerungen geben. Hier liegt die Kapazität bei 875 Schülern, 720 gehen derzeit schon wieder in die Schule.

Beigeordneter Schön: Der Schulstart klappt sehr gut

„Das Land muss sich entscheiden, ob es weiterhin Notbetreuung oder wieder Normalbetrieb anbieten will“, so Schön, der ansonsten auch hier große Engpässe sieht. Davon abgesehen klappe „peu a peu der Schulstart sehr gut“, auch sei überall Reinigungsmittel für die Händehygiene vorhanden.

Was dem Kommunalen Ordnungsdienst derweil auffällt, ist die Disziplinlosigkeit beim Maskentragen an den Haltestellen von Bus und Bahn. 218 Menschen sind allein am Dienstag auf fehlenden Schutz hingewiesen worden.