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Krefeld kämpft vereint für Menschenwürde

Kundgebung : Krefeld kämpft vereint für Menschenwürde

An einer Kundgebung vor dem Rathaus in Krefeld nahmen hunderte Menschen teil. Auch Spieler des KFC Uerdingen setzten ein Zeichen für Toleranz.

Zahlreiche Krefelder Vereine, Verbände, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Bündnisse, Religionsgemeinschaften und Einzelpersonen haben sich am Samstag unter dem Motto „Krefeld vereint – für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde“ auf dem Von-der-Leyen-Platz versammelt. Nach Schätzungen von Veranstalterin Stella Rütten folgten rund 500 Menschen dem Aufruf zur Teilnahme. Unter ihnen Oberbürgermeister Frank Meyer, der die Kundgebung mit einer kurzen Rede eröffnet.

Spruchbänder und ein interreligiöses Gebet

Das Bündnis mit unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Hintergründen demonstriert für einen gemeinsames Ziel: ein vereintes und tolerantes Krefeld. Es waren große Spruchbänder zu sehen, auf denen „Kein Platz für Rassismus“, „Wir fordern mehr Menschlichkeit“ und „Flüchtlinge schützen“ zu lesen war. Aber auch ein handgemaltes Plakat, auf dem „Omas gegen Rechts“ stand. Ingrid Schupetta, ehemalige Leiterin des NS-Dokumentationszentrums Villa Merländer und angehende Oma, hatte es mitgebracht.

„Jeder konnte unter dem Stichwort Menschlichkeit seine eigenen Aspekte einbringen“, betonte Stella Rütten. Dazu hätten Statements gegen Rassismus ebenso gehört wie ein interreligiöses Gebet. Gemeinsames Ziel aller seien Nächstenliebe, Menschenwürde und ein herzliches Miteinander.

In Redeblocks kamen unter anderem Vertreter der Rats-Parteien sowie Krefelder Bundes- und Landtagsabgeordnete wie Ulle Schauws (Grüne), Otto Fricke (FDP) und Marc Blondin (CDU) zu Wort. Auch der Ex-Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann (SPD) war dabei. Vertreter der Krefelder „Seebrücke“ in ihren orangefarbenen Schwimmwesten, Mitglieder von Gewerkschaften und Integrationsrat sowie drei Spieler des KFC Uerdingen demonstrierten mit.

„Es hat mich sehr beeindruckt, dass so viele über Stunden in der eisigen Kälte ausgeharrt haben“, fasste Stella Rütten am Ende ihre Eindrücke zusammen. Sollte es eine Wiederholung der Kundgebung geben, werde man sie sicher im Sommer ansetzen.