Eine Wiederholung ist geplant Hülser „bubbeln“ gemeinsam zum Feierabend

Hüls · Als durchaus erfolgreich darf die Feierabend-Veranstaltung am Hülser Markt bezeichnet werden. Viele Hülser waren gekommen, um sich das neue Format anzusehen.

 Hoch die Gläser und „Prost!“: Der Feierabendmarkt lockte zahlreiche Besucher nach Hüls.

Hoch die Gläser und „Prost!“: Der Feierabendmarkt lockte zahlreiche Besucher nach Hüls.

Foto: Dirk Jochmann

Auf dem Marktplatz tummeln sich die Leute, ein paar Stände sind aufgebaut und über Boxen läuft Musik. Im ersten Moment wirkt es wie eine Wochenendveranstaltung, doch was so nach Wochenende aussieht, ist in Wahrheit ein ganz normaler Donnerstagabend. Hier haben sich die Besucher nach der Arbeit zum ersten Hülser Feierabendmarkt, dem Bubbel Maat, getroffen und gemeinsam den Abend ausklingen lassen. Eins stand dabei im Vordergrund: die Gespräche. Ganz nach dem Motto „Feierabend ist Erzählzeit“. Oder wie Veranstalter Peter Hoebertz es im schönsten Platt sagt: „Fieroavend ös Bubbeltiet.“

Mit Kempen als Vorreiter ist Hoebertz auf die Idee gekommen und dachte sich: „Das kann Hüls auch.“ Und wie Hüls das kann. Schon wenige Minuten nach Beginn ist der Marktplatz voll und die Besucher sind fleißig am bubbeln, quatschen. Der Name des Markts ist übrigens durch das Hülser Original Bernhard Schauws entstanden. Der Bubbel Maat soll ein Ort der Begegnung und des Austauschs werden. „Die Leute sollen einfach quatschen und lachen“, sagt Peter Hoebertz. Das lassen sich die Besucher nicht zweimal sagen. Schnell sind sie in Gespräche verwickelt, wippen mit zum Takt der Musik, kosten die verschiedenen Leckereien der Marktstände und genießen den gemeinsamen Feierabend.

So auch die Besucherinnen Katja Hense und Julia Hogeweg. Die zwei sind nicht nur Freundinnen, sondern auch gemeinsam im Karnevalsverein. „Man musste sich für heute gar nicht verabreden“, meint Katja Hense. „Hier kennt jeder jeden und man wusste, dass man sich hier sehen wird.“ Die beiden freuen sich über den Feierabendmarkt und hoffen, dass dieser regelmäßig angeboten wird. „Es ist einfach super und man sollte so was öfter machen“, sagt Hense. Besonders gut gefällt ihr die Uhrzeit, denn durch den relativ frühen Beginn, kann man problemlos seine Kinder mitbringen. „Dadurch kommen alle Generationen zusammen“, sagt Hense und Freundin Julia Hogeweg ergänzt: „Die Veranstaltung hat ihn Hüls gefehlt. Es ist schön, dass hier, was los ist.“

Gute Gespräche locken die Hülser auf den Markt

„Wenn in Hüls was los ist, dann kommen alle“, sagt Susanne Fenkes. Als ehrenamtliche Helferin stellte sie auf dem Feierabendmarkt das Projekt 100 vor, eine wohltätige Organisation von Veranstalter Peter Hoebertz und Familie. Der Stand der Wohltätigkeitsorganisation, unter dessen Flagge der Markt organisiert wurde, war einer von neun Marktständen. Nach Erprobung des Markts könne man ihn im nächsten Jahr ausweiten, sodass weitere Stände dazukommen könnten.

Dass der Bubbel Maat so schnell, so gut besucht ist und die Leute fleißig am Quatschen sind, ist für Fenkes nicht verwunderlich: „Alle sind neugierig und die Hülser kommunizieren gerne.“ Die Auswahl der neun Marktstände und anliegenden Cafés ist vielfältig, sodass „für jeden Geschmack und jede Geldbörse“ etwas dabei sei. „Hier kommen jung und alt zusammen. Es ist einfach eine zusätzliche Attraktivität für den Ort“, so Fenkes.

Veranstalter hofft, dass der Markt ein fester Bestand wird

Ein paar Marktstände weiter beobachtete Stefanie Mehlko vom Blumengeschäft „Das Blumenzimmer“ das Treiben auf dem Marktplatz und ließ die Veranstaltung auf sich wirken. Mit zahlreichen Trocken- und Frischblumen, kleinen Mitbringseln und Dekorationen bot sie den Besuchern eine bunte Auswahl zum Feierabend. „Peter Hoebertz hat mich gefragt, ob ich mitmachen möchte, denn wir dachten uns: Blumen gehören immer dazu“, sagt Mehlko lachend. Von der neuen Hülser Veranstaltung erhofft sie sich nette Abende mit vielen Gesprächen. „Die Hülser sind froh, wenn hier etwas stattfindet“, sagt sie.

Veranstalter Peter Hoebertz freut sich über die zahlreichen Besucher und plant im Kopf schon, die nächsten Termine auszubauen. „Wenn man sich hier umschaut, sieht man, dass wir nächstes Mal noch mehr Stehtische und Sitzmöglichkeiten aufbauen können“, sagt er. Zufrieden beobachtet er die angeregten Gespräche auf dem Hülser Markt und zieht das Fazit: „Die Leute lechzen danach. Es ist schon cool, wie das angenommen wird.“ Peter Hoebertz hofft, dass der Bubbel Maat sich etabliert und die Veranstaltung ein „fester Bestand für Hüls“ wird.

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