Krefeld-Hüls soll richtiges Freibad erhalten

Stadtrat : Krefeld-Hüls soll richtiges Freibad erhalten

Der Stadtrat bringt den Um- oder Neubau des Bades im Krefelder Norden auf den Weg. Damit steht dem Bad in seiner rund 80-jährigen Geschichte ein großer Umbruch bevor.

Die lange und heftige Diskussion um das Schwimmbad in Hüls hat am Dienstag im Stadtrat ihr Finale gefunden. Das Gremium hat drei Dinge einstimmig beschlossen: 1. Pläne für einen Umbau des Bades in ein richtiges Freibad sollen (alternativ: der Neubau eines Freibades) nun angegangen werden. 2. Es soll geprüft werden, ob es haftungsrechtlich eine Möglichkeit gibt, das Bad jetzt noch vorübergehend weiter zu betreiben. 3. Es soll geprüft werden, ob andere Varianten, etwa ein Naturbad, am Standort möglich sind.

Damit steht dem Bad in seiner rund 80-jährigen Geschichte ein großer Umbruch bevor. Ein Gutachten hatte im März ergeben, dass es bisher unter nicht zulässigen Bedingungen betrieben worden war. Der verwendete Begriff des „Naturfreibads“ existiert demnach nicht. Da in Hüls aber weder die Bedingungen eines Freibades noch die eines Naturbades erfüllt sind, dürfe es so nicht weiter betrieben werden. Die Bezirksvertretung in Hüls hatte daraufhin am 4. April einstimmig das beschlossen, was nun im Wesentlichen auch der Rat verabschiedet hat.

Dass die beiden Prüfaufträge, also der zweite und dritte Punkt des Beschlusses, zu etwas führen, das dann Wirklichkeit wird, gilt als unwahrscheinlich. Der Gutachter Kurt Pelzer hatte erklärt, dass ein Betrieb mit überschaubarem strafrechtlichem Haftungsrisiko im Falle eines Badeunfalls nicht dargestellt werden könne. Danach ist fraglich, ob erfolgreich über einen Haftpflichtdeckungsschutz verhandelt werden kann.

Ein Naturbad wiederum setzt unter anderem Ausgleichsflächen voraus, um das Wasser wieder aufbereiten zu können. Für die gibt es am Standort in Hüls nicht ausreichenden Raum.

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