Krefeld: Guildo Horn kommt in die Kulturfabrik

Das kommende Quartal : Guildo Horn kommt in die Kulturfabrik

Der Verein hat sein Quartalsprogramm vorgestellt und rechnet mit einer Besucherzahl von 90 000 in diesem Jahr — das wäre ein Rekord.

In den Hallen der Kulturfabrik wurden am Montagmittag noch die letzten Party-Spuren des Wochenendes verwischt. Draußen am künstlich angelegten Strand steckten Mitarbeiter derweil ihre Füße in den Sand. Es sind schon wieder mehr als 30 Grad. Die Stimmung ist gut, vor allem beim Vorstand Robin Lotze. Der Mietvertrag ist für zehn Jahre verlängert worden. Wenn die Geschäfte 2019 so weiterlaufen wie bisher, könnte er Ende des Jahres Bestwerte  verkünden: „Wir hoffen auf ein Rekordjahr. Die Zahlen sind positiv. Diverse Veranstaltungen sind schon ausverkauft.“ Etwa 90 000 Besucher würden dann in diesem Jahr die Kufa besucht haben, bei etwa 200 Events, die der Verein ausgerichtet hätte.

Samstags in den Ferien feierten bis zu 1000 Gäste in der Kufa

„Wir haben einen starken Sommer gehabt“, sagt Lotze. Trotz der Ferienzeit habe man an Samstagen an die 1000 Gäste begrüßt. Zudem gibt es nun Geld für ein neues Mischpult. So will die Kulturfabrik für die Musiker attraktiv bleiben. Das Programm der Monate September, Oktober und November soll vielseitig sein. „Für alle wird etwas geboten“, sagt Carsten Butterwegge vom Marketing der Kufa. „Von 20 bis 70 Jahren.“ Wayne Hussey (The Mission) kommt am 3. September im Rahmen seiner Salad-Dayz-Tour nach Krefeld. Unterstützt wird er von Nachwuchsmann Ashton Nyte. Nur drei Tage später entführt das Sextett von Les yeux de la tete mit Murcielago in die Pariser Unterwelt. Die Musiker bedienen sich beim Sinti-Swing, französischem Chanson, poetischem Punk oder Jazz.

Am 13. September gibt es dann die Kölner Band Bläck Fööss. 43 Alben in 49 Jahren des Bestehens – das muss man erst einmal schaffen. Seit 2017 tritt die Gruppe stark verjüngt auf. Unterstützt wird sie in der Kufa sie von den Krefeldern von Jeck United. Erneut drei Tage später gibt es dann wieder den Wettstreit der Dichter beim Papp al la Papp. Poeten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum kommen zusammen. Sechs Minuten für den eigenen selbstgeschaffenen Text, keine Hilfsmittel. Das Publikum entscheidet, wer gewinnt. Moderiert wird der Abend vom Krefelder Johannes Floehr.

Fester Bestandteil seit mehreren Jahren ist das Moshroom-Festival, das den mittlerweile verstorbenen Gründer Oli Beier im Namen trägt. Das Benefiz-Konzert mit Metal-Musik Krefelder Künstler und aus der Region wie Motorjesus, Sunchair oder Rising Insane geht ins 13. Jahr. Die Einnahmen sollen dem Kinderschutzbund zukommen.

Freunde der deutschen TV-Krimis erleben ihre Kommissare hautnah — beim Vorlesen. So werden Jörg Schüttauf, Holger Umbreit (7. Oktober), Jaecki Schwarz, Wolfgang Winkler (23. Oktober) oder auch Andrea Sawatzki (10. November) aus bekannten Werken, eigenen Büchern oder Neuerscheinungen vortragen und später auch für Gespräche zur Verfügung stehen.

Natürlich wird es in den nächsten Wochen auch wieder viel Kabarett, Comedy und Co. geben. Ob Abdelkarim, Lisa Feller oder Sebastian Pufpaff, Matthias Reuter oder Robert Alan oder Frank Goosen  und Jörg Knör —  oder ein Mitsing-Konzert mit Guildo Horn. Die Palette ist breit, die Programmplanerin Elke Schummers zusammengestellt hat. Ihren eigenen Geschmack hat sie mit eingewoben. Die Bläck Fööss, aber auch Wane Hussey, hört sie sich gerne an.