Krefeld: Gelbe Tonne weg - GSAK streicht acht Stellen

Entsorgung : GSAK streicht acht Stellen nach Verlust von Auftrag

Schönmackers hat die Abfuhr der gelben Tonne übernommen – das hat Folgen für die Mitarbeiter aus Krefeld.

Der Wechsel wird sich schleichend vollziehen. Am 1. Januar 2020 soll alles wieder in den gewohnten Bahnen verlaufen, wenn auch mit einem anderen Anbieter. Die Kempener Firma Schönmackers sammelt künftig die gelben Tonnen und Säcke in Krefeld ein. Sie hatte sich in einem Bewerbungsverfahren der Dualen Systeme gegen die GSAK aus Linn durchgesetzt. Die Krefelder haben damit für die nächsten drei Jahre eine Aufgabe weniger zu bewältigen. Das wird Stellen, wenn auch wenige, im Betrieb kosten, wie Geschäftsführer Wilfried Gossen der WZ sagte. „Wir werden weniger Leiharbeiter beschäftigen. Zudem werden einige befristete Verträge auslaufen.“

Nominell gehe es um acht Beschäftigte, die zu zweit in je vier Fahrzeugen unterwegs waren. „Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben“, so Gossen. Den Wechsel sieht der Geschäftsführer der GSAK als „enttäuschend.“ Aber so sei eben der Wettbewerb. In drei Jahren will die SWK-Tochter vom Bruchfeld in Linn wieder mitbieten, wenn die nächste Ausschreibung ansteht.

Ändern soll sich für die Bürger erst einmal nichts. Die Gefäße würden eins zu eins ausgetauscht, teilt Schönmackers mit. Ein Antrag sei nicht notwendig. Die Müllgebühren, betont Helmut Döpcke, Vorstandsprecher des Kommunalbetriebs, sollen nicht angetastet werden, da die Entsorgung von Leichtverpackungen über das sogenannte Lizenzentgelt beim Kauf von Artikeln wie Shampooflaschen oder Dosenmilch finanziert würde.

In den nächsten Wochen sammelt die GSAK ihre Tonnen ein

Wie bisher sollen zusätzliche gelbe Säcke im Rathaus, Stadthaus, den Service-Centern der Stadtwerke, am Wertstoffhof in Linn oder an den Sammelfahrzeugen ohne Gebühr ausgegeben werden. Die bisher aufgestellten gelben Tonnen der GSAK holt die Firma aus Linn eigens vom 16. bis 31. Dezember wieder ab, wenn die Sammler zu ihrer letzten Fahrt aufbrechen. Leerung und Abtransport geschehen in einer Tour gleich hintereinander. Die entleerten Tonnen sollen an der Straße daher an dem Tag der Abholung stehen gelassen werden.

Zu diesem Zeitpunkt sollen die Krefelder schon eine zweite Tonne oder Behälter vor der Tür stehen haben, denn Schönmackers fährt die Seinen schon in den nächsten Wochen aus. Ab dem 28. November geht es damit los. Am 20. Dezember soll alles vollzogen sein. Insgesamt geht es in Krefeld um 40 000 Behälter und Tonnen.

Alles sei zwischen den beiden Firmen abgesprochen. „Unser Vorstand geht davon aus, dass der Übergang nahtlos verlaufen wird“, sagt Jürgen Pannenbecker, Sprecher des Kommunalbetriebes. Das Unternehmen Schönmackers würde dieselben Bezirke mit derselben Fahrzeugmenge abfahren.

Die Abfuhrtage könnten ebenfalls dem Jahresmagazin 2020, das im Dezember an alle Haushalte verteilt wird, entnommen werden. „Alles wird eins zu eins übernommen“, sagt Pannenbecker. „Die Sammlung der Leichtverpackungen wird auf gleichem Niveau und Rhythmus wie vorher erfolgen“, lässt sich Wolfgang Scheuren, Regionalleiter bei Schönmackers, in einem Bulletin zitieren.