Krefeld: Es gibt eine Lösung für den Bolzplatz-Ärger in Oppum

Freizeitliga : Lösung für Bolzplatz-Ärger in Oppum

Nach viel Ärger und einem abgeflexten Fußballtor gibt es eine Lösung für den Streit um den Bolzplatz an der Herbertzstraße in Oppum. Darüber freuen sich offenbar Anwohner und Freizeitkicker.

Nach fast einem Jahr Ärger um den Bolzplatz an der Herbertzstraße in Oppum scheint es eine Lösung zu geben, mit der Anwohner und Freizeit-Kicker leben können. Die Mannschaften der Freizeit-Fußball-Liga (FFL) haben in den vergangenen Jahren an Wochenenden dort ihre Spiele ausgetragen. Anwohner beschwerten sich über Lärm, Müll und Wildpinkeln. Vor lauter Ärger war ein Fußballtor abgeflext worden. Ein Vertreter der Freizeitliga betonte bei einem Runden Tisch Anfang September, dass der Bolzplatz für viele Kicker wie ein Zuhause sei.

In der Bezirksvertretung Oppum-Linn ist nun eine Lösung vorgestellt worden. Nach dem Runden Tisch sei es zunächst noch zu Einsätzen des Ordnungsdienstes am Bolzplatz gekommen, der Platzverweise aussprach, erklärte Bezirksvorsteher Hansjürgen Tacken unserer Redaktion. In der Zwischenzeit habe es dann weitere Gespräche gegeben. Einige Akteure der Liga seien nicht begeistert gewesen, da man im Standort in Oppum eben ein Stück Tradition sehe, so Tacken.

Trotzdem gebe es nun eine Lösung: Die Verwaltung habe der Freizeit-Liga offizielle Fußballplätze mit Toiletten für die Begegnungen angeboten. In der Bezirksvertretung habe es schon positive Rückmeldungen gegeben. Anwohner hätten sich bedankt, da „Ruhe eingekehrt“ sei. Der Bezirksvorsteher sei positiv gestimmt, dass das auch so bleibt.

Oliver Klostermann, Leiter des Fachbereichs Sport und Sportförderung erklärt, welche alternativen Fußballplätze die Mannschaften der Freizeitliga in Zukunft nutzen können sollen. Zwei Plätze seien anvisiert. Einer der Sportanlage am Sprödentalplatz und einer der Bezirkssportanlage in Fischeln. Letzterer ist ein Ascheplatz, der an Gleisen der K-Bahn liegt. Vor einer möglichen Nutzung müsse dieser aber hergerichtet werden. Der Platz werde aktuell nicht vom VfR Fischeln genutzt. Ein mögliches Vorgehen sei demnach: Die Freizeitliga könnte zunächst den Platz der Anlage am Sprödentalplatz nutzen, danach könne der Platz in Fischeln nachrücken.

Auch Daniel Zilleckens, Organisator der Freizeitliga, zeigt sich zufrieden mit der Lösung, auch wenn der Abschied aus Oppum nicht leicht falle. Er wisse von dem Fußballplatz in Fischeln an der K-Bahn (aus Richtung Fischeln kurz vor der Haltestelle Königshof). Für die Durchführung der Liga sei das „eine optimale Lösung“, so Zilleckens.

Mehr von Westdeutsche Zeitung