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Krefeld: Erst am 8. Februar geht das Impfzentrum in Betrieb

Biontech/Pfizer kann nicht liefern : Krefelder Impfzentrum startet später

Biontech/Pfizer kann nicht liefern. Das wirft die Planungen der Stadt bei der Eindämmung der Corona-Pandemie über den Haufen.

Das Problem des fehlenden Impfstoffs wird nicht kleiner, sondern größer. Und das wirft die Planungen der Stadt bei der Eindämmung der Corona-Pandemie über den Haufen. So kann das Impfzentrum am Sprödentalplatz nicht wie angekündigt am 1. Februar öffnen, sondern erst am 8. Februar. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte am Mittwoch erklärt, eine zugesagte Lieferung von Biontech/Pfizer könne nicht termingerecht erfolgen. Infolgedessen können auch die letzten Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen vorerst nicht erfolgen. Auch die Krankenhäuser erhalten keinen Impfstoff. Immerhin laufen Zweitimpfungen in einigen Heimen, für die Impfstoff zurückgelegt worden ist, weiter.

Die Mitarbeiter des Helios Klinikums sind nach Aussage einer Sprecherin „enttäuscht“ über die kurzfristige Absage. „Hier trifft der aktuelle Engpass bei der Verfügbarkeit von Impfstoff auf eine hohe Impfbereitschaft unter unseren Mitarbeitern.“ Am 18. Januar waren die Impfungen im Helios Klinikum gestartet. „Wir konnten bereits einen Großteil der Mitarbeiter mit einem sehr hohen Expositionsrisiko  impfen“, so die Sprecherin. Weitere Termine waren geplant. Sie wurden nun abgesagt. „Sobald wir neue Lieferungen erhalten, werden wir umgehend weiterimpfen. Dazu steht im Erdgeschoss des Klinikums ein extra eingerichtetes Impfzentrum mit vier Impfkabinen zur Verfügung.“

Krefelds Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen hat alle mit den Impfungen betrauten Akteure in einer Telefonkonferenz über die Verzögerungen informiert: „Die Stadt muss sich auf Zusagen von Bund und Land verlassen. Insofern bedauere ich sehr, dass unser startklares Impfzentrum  nun erst später öffnen kann.“ Es bleibt aber dabei, dass die nächste Impf-Zielgruppe der über 80-Jährigen ab dem 25. Januar einen Impftermin im Zentrum buchen und ab 8. Februar wahrnehmen kann. In einem Brief an diese 16 800 „Ü80-Krefelder“ wirbt OB Frank Meyer für die Corona-Impfung. „Ich bitte Sie: Nutzen Sie die Chance, sich impfen zu lassen. Auf diese Weise schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch alle Menschen, mit denen Sie Kontakt haben.“ Wer einen Termin hat, muss nur seine Anmeldungsbestätigung und den Ausweis mitbringen.