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Krefeld: Die Krähen sagen Tour und Preisverleihung ab

Kabarett : Die Krähen sagen Tour und Preisverleihung ab

Das Kabarett-Ensemble hat Termine wegen der Corona-Pandemie erstmal erstsatzlos gestrichen

Die Kabarettgruppe „Krefelder Krähe“ hat alle Auftritte für ihre geplante Tour im Herbst 2020 abgesagt. Auch die bereits verschobene Ehrenpreisverleihung der „Krefelder Krähe“ auf den April 2021 wird nun ersatzlos wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt. „Für uns war schon länger klar, dass wir im verhexten Corona-Jahr nicht wie in gewohnter Form auftreten werden,“ erklärt der Krähenchef Peter Gronsfeld. „Trotzdem hatten wir bis zuletzt versucht, noch eine alternative und coronakonforme Organisation der Auftritte zu ermöglichen. Neben dem ehrenamtlichen Kabarett gehen wir alle jedoch hauptberuflich anderen Tätigkeiten nach und mittlerweile ist der Probenrückstand durch die Zeit der Kontaktbeschränkungen beziehungsweise der Abstandsregeln so groß, dass es neben Job, Familien und coronaler Sonderbelastungen nur schwer möglich wäre, diesen Rückstand noch bis zum Herbst aufzuholen. Letztendlich bliebe auch die Ungewissheit, ob die alternativ geplanten Auftritte nicht doch erneut abgesagt werden müssten.“ Ferner betont Gronsfeld, dass die Krähen im Schatten der sich wieder bedenklich entwickelnden Infektionszahlen in keiner Weise eine Signalwirkung im Hinblick auf eine entspannte Versammlungskultur setzen wollen. Schon im April musste die große Gala zur Verleihung der „Krefelder Krähe“ an Mathias Richling auf das Jahr 2021 verschoben werden. Nun wird auch diese nahezu ausverkaufte Veranstaltung ersatzlos abgesagt. Manager Philipp Schmitz erklärt: „Wir bedauern die Absage sehr, mussten aber wegen langer organisatorischer Vorlaufzeiten jetzt eine Entscheidung treffen.“

Die Tickets können zurückgegeben werden

Die Ticketinhaber können ihre Karten an der jeweiligen Kaufstelle (Vorverkaufstelle, Theaterkasse oder online) zurückerstattet bekommen. „Um den Urgedanken der Krähen zu unterstützen, würde sich das Ensemble trotz der Veranstaltungsabsagen über Spenden auf das Krähenkonto freuen“, so Schmitz. Seit ihrer Gründung würden sämtliche Reinerlöse aus allen Veranstaltungen ausgewählten caritativen Zwecken und bedürftigen Bürgern gespendet. Schmitz weiter: „Gerade in diesem Jahr hätten wir gern noch mehr als sonst gespendet, aber ohne Auftritte fehlt uns dazu leider das Geld.“

Mit der Absage ist es schon der zweite Herbst in Folge, in dem die aus sieben Kabarettisten und rund zehn Helfern und Technikern bestehende Gruppe nicht live zu sehen sein wird. Im letzten Jahr gönnte sich das damals fast zur Hälfte neu zusammengesetzte Ensemble eine kreative Pause, um sich selbst und passend dazu sein neues Programm mit dem Titel „Selbstkrähflexion“ zu finden.

Trotz der Bühnenabstinenz werden den Fans allerdings einige Appetithäppchen aus dem Probenalltag und sogar dem neuen Programm versprochen. In absehbarer Zeit ist dazu auf der Krähenhomepage und den Sozialmediakanälen der Gruppe mehr zu lesen.

Schlussendlich nehme Gronsfeld aus dem tragischen Jahr 2020 auch etwas Positives mit: „Noch nie freute ich mich so sehr auf einen in ferner Zukunft kommenden Auftritt. Endlich wollen wir den Men-schen zeigen, was unser neu aufgestelltes, bärenstarkes Ensemble auf dem Kasten hat und was wir für ein wirklich außergewöhnliches Programm geschaffen haben. Aber je länger wir damit warten müssen, desto besser wird es am Ende sein und damit wohl das beste Krähenprogramm werden, das es je gegeben hat.“ Red