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Krefeld: Der Gnadenhof für Pferde ist selbst in Not

Hilfe für Tiere : Auf dem Gnadenhof für Pferde wird das Futter knapp

Der Oppumer Verein für notleidende Pferde und Ponys benötigt dringend Spenden. Corona hat die Lage verschärft.

Abgeschoben und abgemagert: Vielen Pferden auf dem Gnadenhof in Oppum geht es gar nicht gut. Das ist an sich nichts Neues, aber die nun schon 15 Monate währende Coronakrise erschwert dem 2000 gegründeten „Verein für notleidende Pferde und Ponys“ mit ihrer Vorsitzenden Annemarie Hendricks die Hilfe für die Tiere ganz besonders. Aktuell befinden sich mit 60 Pferden so viele wie nie in Obhut des Gnadenhofes und müssen dort aufgepäppelt werden. „Auch durch Corona können sich immer mehr Pferdebesitzer ihr Tier nicht mehr leisten und geben es ab“, sagt Annemarie Hendricks. Etliche Pferde kommen zudem durch die Vermittlung der Verterinärämter nach Oppum. Das Problem: Auch der Gnadenhof kann sich die Tiere allmählich kaum noch leisten.

Hilfe vom Land
gibt es dieses Jahr nicht

„Die Lage ist sehr ernst, aber noch nicht hoffnungslos“, sagt Hendricks. Was sie und ihre Mitstreiter jetzt dringend benötigen, sind Spenden, aber weil es schon so lange keine Veranstaltungen oder Infostände in der Stadt geben kann, kommen nicht viele rein. Doch die Pferde benötigen natürlich Heu, Stroh und vor allem Futter, aber auch tiermedizinische Behandlung und den Schmied. Am liebsten nimmt der Verein Geldspenden und kauft damit selbst das benötigte Futter ein, denn: „Wir wissen am besten, welche Nahrungsmittel gerade am geeignetsten für die Tiere sind.“ Der Verein kaufe das Futter bevorzugt auf dem Raiffeisen-Markt in Willich, „insofern kann man auch gerne dort Futter-Gutscheine für uns hinterlegen“.

Vor einem Jahr beantragte der Verein Futterhilfen beim Land NRW, dieses Jahr aber gibt es die nicht. Unterstützung bekommt er aktuell noch vom Bund Deutscher Tierfreunde und von Einzelspendern. An der Hauptstraße in Oppum in der Nähe der Autobahn verbringen neben den Ponys und Pferden auch Esel ihren Lebensabend, außerdem tummeln sich Ziegen, Gänse, Katzen und ein Hund auf dem Hof.

Info: Wer helfen möchte, kann sich an Annemarie Hendricks wenden, Telefon 0174-91 14 836