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Krefeld: Das Open-Air-Kino findet trotz Corona statt

Rennbahn in Krefeld : Das Open-Air-Kino findet trotz Corona statt

Das Open-Air-Kino an der Krefelder Rennbahn startet in seine zehnte Saison. Was vor einigen Tagen noch unrealisierbar schien, ist aufgrund neuer Corona-Bestimmungen möglich geworden.

Das Open-Air-Kino an der Rennbahn startet in seine zehnte Saison. Was vor einigen Tagen noch unrealisierbar schien, ist aufgrund neuer Corona-Bestimmungen möglich geworden. Die Open-Air-Kino-Veranstalter Uwe Papenroth und Volko Herdick haben ein Konzept für das Sommerkino auf die Beine gestellt, und freuen sich ab dem 24. Juli auf volle Zuschauerränge an der Galopprennbahn. „Es wird sich allerdings einiges verändern“, so Uwe Papenroth. Die freie Platzwahl wird durch eine feste Sitzplatzvergabe ersetzt. „Der Vorteil ist, dass die Sitzplätze auf der Tribüne schon immer mit Nummern versehen waren“, sagt Volko Herdick. „So können wir nun genau festhalten, wer wo sitzt.“ Papenroth ergänzt: „Bei einem festen Sitzplatzplan kann auf einen Mindestabstand auf der Tribüne verzichtet werden. Wer möchte, kann einen Mundschutz tragen, muss es aber nicht.“

Mundschutz nur beim Rein- und Rausgehen nötig

Beim Betreten des Gebäudes, auf dem Weg zur Tribüne bis zum Sitzplatz ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung allerdings Pflicht. Desinfektionsmittelspender werden mehrfach aufgestellt. Der Erwerb der Eintrittskarten erfolgt ausschließlich über das Internet, wo neben dem vollständigen Namen zusätzlich eine Telefonnummer sowie eine E-Mailadresse angegeben werden muss. „Neu ist auch, dass wir die Fläche unseres Biergartens verdreifacht haben“, erläutert Papenroth.

Auf dem großen Areal finden nun 900 Besucher Platz. Auch Gäste, die nicht zu einer Kinovorstellung gehen, sind willkommen. Sie müssen sich mit Name und Telefonnummer auf einer Liste eintragen. Zu beachten ist auch, dass der Eingang auf der Seite des Stadtwaldweihers bis auf Weiteres gesperrt ist. Besucher erreichen Biergarten und Kino nur noch über den Haupteingang zur Rennbahn – so ist ein kontrolliertes Ein- und Ausgehen gewährleistet. 550 Tickets stehen in diesem Jahr pro Vorstellung zur Verfügung. „Letztes Jahr lag unser Besucherrekord bei 700 Gästen für eine Vorstellung“, so Papenroth. „Aber uns geht es nicht um Rekorde, sondern darum, doch noch einen tollen Sommer zu haben.“

Kamen im ersten Jahr des Kinos etwa 6000 Besucher, haben sich die Zahlen in den vergangenen Jahren mehr als vervierfacht. Wo zunächst lediglich eine Würstchenbude stand, befindet sich heute ein professioneller Biergarten. „In den ersten drei Jahren haben wir nur rote Zahlen geschrieben“, erinnert sich Papenroth und erzählt von einer Vorstellung bei zwölf Grad mit 17 Zuschauern. „Durch die Unterstützung der SWK konnten wir weitermachen und hatten letztes Jahr über 25 000 Besucher.“ Mit wie vielen Zuschauern dieses Jahr zu rechnen ist, können die Veranstalter noch nicht absehen. „Da die Open-Air-Kinos in Düsseldorf und Duisburg abgesagt wurden, kommen vielleicht auch mehrere Besucher aus anderen Städten“, so Papenroth.

Bei der Filmauswahl sind oscarprämierte Streifen wie „Parasite“, „Joker“, „Once upon a time in Hollywood“ oder „Little Women“ dabei. Für Fans des Horror-Genres wird „Es endet“ gezeigt. Für Freunde von deutschen Produktionen stehen „Das perfekte Geheimnis“, „Ich war noch niemals in New York“ oder „Der Junge muss an die frische Luft“ auf dem Spielplan. Gezeigt werden auch Dokumentationen sowie ein Musical-Film. Am Premierentag wird der Film „Vier auf vier Rädern – Familienausflug ans Ende der Welt“ auf die Leinwand gebracht. Die Eigenproduktion schildert die Erlebnisse von Uwe Papenroth und seiner Familie auf ihrer viermonatigen Reise 2017 quer durch Südamerika. Die beliebtesten Filme werden in der ersten Septemberwoche noch einmal wiederholt. Eine Ladies-Night findet am 22. August statt.