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Krefeld: Corona-Inzidenz steigt auf 117 an

Zahlen von Freitag : Corona-Inzidenz in Krefeld steigt rasant an

Das Infektionsgeschehen in Krefeld nimmt stark zu. Die Stadt will nicht sofort Maßnahmen ergreifen, erwägt aber Verschärfungen im Einzelhandel und im ÖPNV. Es gibt aber auch zwei gute Neuigkeiten.

Die Corona-Lage in Krefeld verschärft sich rasant. Am Freitag stieg die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner auf 117, am Donnerstag hatte dieser Wert bei 100, 7 gelegen. Das teilten Stadtdirektor Markus Schön und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen am Freitagmittag mit.

Akut mit Sars-CoV II infiziert sind 359 Krefelder, 64 mehr als am Vortag. Insgesamt haben sich damit seit Beginn der Pandemie 7793 Krefelder mit Corona infiziert. 139 sind an oder mit dem Virus gestorben. Immerhin ist seit Dienstag kein neuer Todesfall hinzugekommen.

In Krankenhäusern liegen derzeit 21 Corona-Patienten, fünf davon auf einer Intensivstation.

Da es keine auffälligen „Hotspots“ gibt, plant die Stadt akut keine Gegenmaßnahmen. Schön betonte, eine Schließung von Schulen und/oder Kitas bleibe die „Ultima Ratio“. Über das Wochenende werde man die Lage in Krefeld beobachten und gegebenenfalls Anfang nächster Woche verschärfte Kontrollen in Bussen und Bahnen oder strengere Reglementierungen für die geöffneten Geschäfte (z.B. weniger Kunden pro Quadratmeter) einführen.

Zufrieden und froh zeigte sich die Stadtregierung, dass das Impfen mit Astrazeneca ab sofort wieder möglich ist. Lauxen sagte, schon am heutigen Freitag würden 400 Dosen im Impfzentrum verimpft, am Samstag sollen es ebenfalls 400 sein, am Sonntag dann 200. Und in der nächsten Woche können alle diejenigen zum Sprödentalplatz kommen, deren Impfung in dieser Woche ausgefallen ist wegen des zwischenzeitlichen „Verbots“ von Astrazeneca.

Zweite gute Nachricht: Das Land hat der Stadt am Freitag erneut 87 000 Schutzmasken zur Verfügung gestellt, die jetzt an bedürftige Krefelder verteilt werden.