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Krefeld: Chef vom La Riva übernimmt das Uerdinger Casino

Gastronomie : Chef vom La Riva übernimmt das Uerdinger Casino

Nach Leerstand zieht neues Leben in das Casino an der Casinogasse 1 in Uerdingen. In der Trattoria La Riva wird es dort italienische und mediterrane Gerichte geben. Die Pandemie macht die Eröffnung aber nicht einfacher.

Auf den Franzosen folgt der Italiener. Ins Casino an der Casinogasse 1 in Uerdingen zieht nach etwa zweijährigem Leerstand neues Leben ein. Dort, am Rheinufer, wo früher Yves Chopelin in seinem Restaurant für Gaumenschmaus sorgte, wird Antonio Fusco mit der Trattoria La Riva bald beste italienische und mediterrane Gerichte servieren. Wann das genau sein wird, steht in Corona-Zeiten noch nicht fest. Die Pandemie macht die Eröffnung nicht einfacher. Es gibt aber auch noch einiges zu tun.

Es ist viel Neues im Traditionshaus der Casinogesellschaft geplant. „Wir sind dabei zu planen und zu überlegen. Auf jeden Fall wird das Haus frischer und jünger gestaltet. Es gibt jede Menge Ideen“, sagt Fusco, der neue Betreiber. „Ob der Name La Riva bleibt und auch über dem neuen Haus steht, ist ebenfalls noch nicht sicher. Es müssen noch viele Fragen geklärt werden.“

Am neuen Standort, der nur wenige hundert Meter entfernt vom alten am Rheinufer liegt, sieht Fusco mehr Möglichkeiten. „Dort ist es größer, wir haben zu Corona-Zeiten mehr Platz und Möglichkeiten; auch später für Gesellschaften. Außerdem gab es ein gutes Angebot, das wir gerne angenommen haben. Vor wenigen Tagen wurde der Vertrag unterzeichnet. Ich habe La Riva an der Dammstraße aufgebaut und 16 Jahre betrieben.“ Jetzt sei La Riva für ihn Vergangenheit, berichtet er weiter.

Bis zur Eröffnung des neuen Hauses kämpft Fusco mit den Widrigkeiten der Pandemie. „Es läuft nicht, wie es sollte. Ich wollte wegen der Bestuhlung nach Holland fahren, was nicht klappte. Handwerker zu bekommen war schwierig. Aber wir wollen fast alles erneuern, vor allem die Küche neu einrichten. Derzeit führe ich Gespräche mit einem Koch, der zu uns passen könnte.“

Was ihm besonders am Herzen liegt, ist die Außenterrasse im ersten Stock. Er wundert sich, dass sie nie genutzt wurde. „Das wird bei uns anders sein. Sie ist ein Traum, mit dem Blick über den Fluss.“ 

Schon vor einiger Zeit waren Arbeiten in den Räumen von Passanten bemerkt worden. „Wir haben das Parkett geschliffen und der Maler war im Haus“, berichtet Hans-Günter Fix, Vorstand der Casinogesellschaft. „Die Eröffnung könnte vielleicht im Dezember sein.“ Die ersten Einladungen zum Start im November seien bereits verschickt gewesen und mussten wieder abgesagt werden, erklärt der Vorstand.

Mit dem Restaurant Chopelin ging Anfang 2018 eine Ära zu Ende. Yves Chopelin, der Namensgeber, Patron, Koch und Macher des Hauses, hörte auf. „Der Pachtvertrag mit der Casino-Gesellschaft läuft aus, und ich gehe in Rente, ich werde 69. Das reicht doch“, sagte er damals.

Wie es mit Haus, Restaurant und einem möglichen neuen Betreiber weitergeht, könne frühestens in vier Wochen gesagt werden, sagte damals Chopelin. „Mal sehen, was kommt. Ich bleibe auf jeden Fall in Krefeld“, war der Chef sicher. „Hier sind meine Kinder und die fünf Enkelkinder.“

Aus den vier Wochen wurden letztendlich zwei Jahre. Ein anderer Betreiber wurde gesucht und der ist nun mit Antonio Fusco gefunden.